Suchefunktion BAU.DE Forum Bauphysik 206: Prof. Meiers "Widerlegung" der Bauphysik

Bauphysik

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Prof. Meiers "Widerlegung" der Bauphysik 30.09.03
Nach der Widerlegung von Prof. Meiers bauphysikalischem Unsinn in der Zeitschrift B+B (Bauen im Bestand), hielt es Prof. Meier für richtig, die Bauphysik in 70 Punkten im Internet zu "widerlegen", wobei er sich besonders auf mich konzentriert. Auch wenn es nicht schwer ist - aber 70 Punkte zu kommentieren, dauert schon einige Zeit. Damit der Unsinn nicht lange unkommentiert bleibt, habe ich schon mit der Veröffentlichung begonnen. Konzept: den ganzen Unsinn vollständig, aber ergänzt mit der Kommentierung (siehe Link), veröffentlichen.
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Wen es interessiert, kann von Zeit zu Zeit nachsehen, wie weit die Kommentierung schon gediehen ist.
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Weiterführende Links:
  - http://www.Ing-Buero-Ebel.de/U-Ent/U-Wert.htm
Name: Jochen Ebel   E-Mail-Adresse anzeigen   http://JEbel.bei.t-online.de

  1. Alles Unsinn? 1.10.03
    Ich achte Kollegen, welche sich bemühne die Bauphysik und Baukonstruktion voranzubringen. Dabei gibt es sicher immer wieder Diskussionsbedarf. Man sollte sich jedoch davor hüten, alles pauschal von Fachkollegen (beliebt oder unbeliebt) zu verdammen. Herr Ebel weis genau, dass vieles von Herrn Meier bauphysikalisch richtig und beweisbar ist. Der Dämmstoffwahn in Deutschland, unter Beachtung der örtlichen Verhältnisse, ist doch letztendlich auch aus neutraler energetischer Sicht nur politisch gewollt. Es ist ein Markt, wo die Industrie gut verdienen kann. Ich gehe bei Ihnen als Fachmann davon aus, dass Sie die wirklichen Kosten- Nutzen- Verhältnisse genau kennen. Ab ca. 8 cm Wärmedämmdicke ist wirtschaftlich Schluss. Die restlichen Mehrdicken an Fassaden- das ist der eigentliche Schwachsinn!
    Name: Jürgen Weber   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.svbuero-bau.de

  2. Als wenn es um diese Problematik alleine ginge.! 1.10.03
    Ich stimme Herrn Ebel zu.
    Seine Auseinandersetzung mit der Problematik ist lobenswert.
    Weiter so Herr Ebel.
    Bin auf die nächsten "blauen " Zeilen gespannt.
    Gruß Jupp
    Name: Robert Welschbillig   E-Mail-Adresse anzeigen  

  3. Fachkollege? 1.10.03
    "... alles pauschal von Fachkollegen (beliebt oder unbeliebt) zu verdammen." Es geht nicht um beliebt oder unbeliebt. Es geht um richtig oder falsch. Das Prof. Meier díe von Eichler/Arndt verbreitete Darstellung des Wasserdampfdruckverlaufs in einem Temperatur-Druck-Diagramm auch publiziert, finde ich gut. Aber bei allem anderen kommt nur Müll und Diskussionen ("Dabei gibt es sicher immer wieder Diskussionsbedarf.") weicht Prof. Meier aus.
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    Fast alles Bauphysikalische von Prof. Meier ist weder richtig noch beweisbar.
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    Der Gesetzgeber hat kaum Dämmwerte vorgeschrieben, sondern einen maximalen Primärenergiebedarf unter Normbedingungen. Wie die Forderungen eingehalten (oder unterschritten werden) ist Sache des Bauherrn und seines Planers. Um aber richtig Planen zu können, muß man das verstehen, was man plant - und beim Verstehen hapert es bei Prof. Meier (siehe z.B. das "Lichtenfelser Experiment"). Wer also Probleme hat und bei Prof. Meier Hilfe sucht, wird auf einen Holzweg geführt.
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    Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist für den Bauherren mit klammen Geld sicher das Wichtigste. Für Prof. Meier ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis nur immer eine Randfrage, er protestiert hauptsächlich gegen die Naturwissenschaft und benutzt das Kosten-Nutzen-Verhältnis nur als Fähre für seinen Protest gegen die Wissenschaft. Aber die Naturgesetze kümmern sich nicht um Prof. Meiers Protest gegen die Wissenschaft.
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    Name: Ebel  

  4. Ich bin ja bekennender Blockhausfan ... 1.10.03
    ... und da habe ich mich vorher auch bzgl. Dämmung, Speicherung, Solargewinn etc. versucht schlau zu machen.
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    Ich habe mich auch mit den Berechnungen und den unterschiedlichen Aussagen zu Dämmung und Speicherung auseinandergesetzt, aber immer unter dem Fokus Wohnklima, zumindest subjektiv.
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    Ich habe auch in den letzten (3?) Jahren die Diskussionen zu dem Thema mitgelesen.
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    Lange Rede, kurzer Sinn, worauf ich hinaus will ist, dass ich dann natürlich im Internet gesucht habe, ob nicht schon mal wirklich jemand untersucht hat, wie sich das in Realität verhält, aber nicht in einem kurzen (10 min), sondern in einem repräsentativen Zeitraum, also >24h um die "Einpendelung" mitzubekommen.
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    Dabei bin ich auf einen für MICH sehr entscheidenden Report gestoßen, der bereits 1981/1982! für mich anschaulich den Zusamenhang "R-Wert" und "Masse-Effekt" untersucht (z.B. unter Link 1), und zwar über immerhin 28 Wochen unter realen Außenbedingungen !
    (Ich weiß, dass die Ergebnisse nur für diesen Baukörper, die Heizung/Klimaanlage, das Klima, das Jahr, die Lage etc gelten.)
    Nichtsdestotrotz haben die Ergebnisse mein "Bauch-" und Wohngefühl unterstützt.
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    Dieser Report wird hauptsächlich bei amerikanischen/kanadischen Blockhausfirmen zitiert (Link 2), aber trotzdem kann er meiner Meinung nach nicht grundsätzlich falsch sein.
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    Weiterführende Links:
      - http://www.loghomesolutions.com/thermalmass.asp
      - http://www.google.de/search?q=%22log+home%22+%22National+Bureau+of+Standards%22+report&num=20&hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8
    Name: KKo  

  5. Realexperiment (= Bilanz nach 1 Jahr) - Dämmung hilft 1.10.03
    Zur moralischen Unterstützung des wegen seiner Sachlichkeit von mir sehr geschätzten Herrn Ebel gebe ich hier mal meine Verbrauchswerte für das letzte Jahr bekannt:
    Zeitraum: August 2002-August 2003
    Haustyp/Größe: EFH Passivhaus, 1000m³umbauter Raum, ca. 300m² Wohn/Nutzfläche innerhalb der warmen Hülle.
    Energieverbrauch für Heizung _und_ Warmwasser für 4 Personen: ca. 4500 kWh. Also ca. 15kWh/m²/a für Heizung _und_ Warmwasser
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    Hilfsenergien sind alle berücksichtigt.
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    SCNR - aber vielleicht hilft es zur weiteren Untermauerung der Tatsache, daß Dämmung doch was nutzt.
    Name: Richard Metzger  

  6. Der gute Ton 4.10.03
    und die Regeln des anständigen Umgangs miteinander werden dann verletzt, wenn sich insbesondere die Gegner Prof. Meiers artikulieren. Eine vom eigenen Standpunkt abweichende Meinung als "Unsinn" zu bezeichnen, bringt nichts und wird nur als unfreundlicher Akt empfunden. Auch in einem derartigen Forum sollten ein paar Höflichkeitsregeln gelten.
    Zum Thema:
    Besteht das Ziel einer Dämmmassnahme in der Senkung - also Verbesserung - des Wärmedurchgangskoeffizienten als Selbstzweck, kann eine Dämmschicht garnicht dick genug sein. Auch wenn die Zunahme des Dämmeffekts naturgesetzlich hyperbolisch gegen Null strebend ist. Bis dahin scheint es keinen Dissenz zu geben.
    Besteht das Ziel jedoch in einer energetischen Optimierung einer Aussenwandkonstruktion, ist die Beschränkung der Untersuchung ausschliesslich auf den Wärmedurchgangskoeffizienten eine Art Scheuklappe, die den Blick darauf versperrt, dass die Energiebilanz eines Hauses, die ja die Heizkosten bewirkt, von einer nahezu unbegrenzten Zahl von Randbedingungen bestimmt ist, bei denen der Wärmedurchgangskoeffizient zwar wichtig, nicht jedoch ausschlaggebend ist. An anderer Stelle habe ich schon darauf hingewiesen, dass der entscheidende Einfluss der winterliche Wetterverlauf ist, der sich jedoch - auch wenn Herr Ebel ständig etwas anderes behauptet - nicht berechenbar ist. Leider bieten da auch die Berechnungsverfahren der EnEV nichts Sinnvolles, da diese sich ausschliesslich mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten - soweit es in dieser VO um baulichen Wärmeschutz geht - beschäftigen. Berechnung und Wirklichkeit sind daher weit voneinander entfernt, was auch erklärt, dass bis heute keine zuverlässige wissenschaftliche Arbeit darüber vorliegt, dass die berechneten Heizenergieminderungen wenigstens grössenordnungsmässig eingetreten sind. Statt dessen plagen sich die Bausachverständigen zunehmend mit Bauschäden herum, die bei nachträglicher Dämmung von bis dahin recht ordentlichen Altbauten erstmalig auftreten. Zu denken ist hier insbesondere an Schimmelbildung wegen Tauwasserschäden im Bereich von Wärmebrücken in Fensternähe und Gebäudeaussenecken, die es bis zur "energetischen Verbesserung", die auch ausgeblieben ist, nicht gegeben hat.
    Ich rufe daher dazu auf, endlich den Denkfehler aufzugeben, der darin liegt, dass zwischen Wärmedurchgangskoeffizient und Heizenergieverbrauch ein unmittelbarer und ausschliesslicher Zusammenhang hergestellt worden ist. Dies würde dann auch den Weg freimachen für Gebäudekonstruktionen, bei denen tatsächlich Heizenergie nur noch in geringem Umfang verbraucht werden muss.
    Beendet endlich den Glaubenskrieg zwischen den "Dämmwahnsinnigen" und den "Ziegelphysikern", der ja wegen des Verbots der Hexenverbrennung ohnehin nicht ordentlich beendet werden kann.
    Name: Christoph Schwan   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. hr. schwan ... 4.10.03
    haben sie eigentlich den beitrag von herrn metzger gelesen? verstanden auch?
    wie kann da von selbstzweck die rede sein? SIE polemisieren!
    und zwar gegen energieeinsparung und gegen ökologisches bauen.
    +
    der letzt winter - um auch auf ihre diesbezügliche irritation einzugehen - gehörte
    sicher nicht zu den mildesten. wie soll ihr winterwetterargument da greifen können?
    +
    zum thema schimmel: ich denke mit mässiger begeisterung an bauten aus den 60er jahren -
    keine thermisch getrennten balkone, saukalte gebäudeecken und natürlich schimmel.
    im durchschnitt 150 kwh/m2/a - das freut den heizungsbauer und den ölmulti.
    im fensterbereich, mit arktischem temperaturabfall und zugerscheinungen, gab´s damals
    natürlich keinen schimmel - der ist erfroren ;-)
    +
    die energetische verbesserung, "die auch ausgeblieben ist" .. das ist die "verbesserung"
    fossiler burgen!?
    Name: Markus L. Sollacher   E-Mail-Adresse anzeigen  

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