Suchefunktion BAU.DE Forum Ökologisches und biologisches Bauen 417: Blähtonwand - Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit

Ökologisches und biologisches Bauen

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Blähtonwand - Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit 07.02.06
Bei unserem Bauvorhaben wollen wir ohne zusätzliche (außer dem "Mauerwerk") Dämmung auskommen - die Außenwände sollen Feuchtigkeit aus der "Tiefe des Raumes" nach außen abgeben können. Die Außenhaut unseres Hauses soll "atmen" können - auch mit Hilfe eines Putzes (2-lagig) der die Feuchtigkeits-Abtransportrichtung per Kapillarwirkung unterstützt.
Die Frage lautet nun: Funktioniert das bei Blähtonwänden? Können diese überhaupt genügend Feuchtigkeit aufnehmen?
Welcher bauphysikalische Wert eines Baustoffes zeigt mit die Wasser-Aufnahmefähigkeit eines Baustoffes an?
(Wandstärke ca. 36 cm, Blähton selbst wird als "kapillarwirkungbrechend" beschrieben.)
vielen Dank
mfg joachim Behrens
Name: Joachim Behrens  

  1. atmen? 08.02.06
    'die Außenwände sollen Feuchtigkeit aus der "Tiefe des Raumes" nach außen abgeben können.' Dieser Anteil der Feuchtigkeitsabgabe ist immer verschwindend klein gegenüber der in der Tiefe des Raumes abgegebenen Feuchtigkeit, d.h. der Hauptteil der Feuchtigkeit muß hinausgelüftet werden. Ob sie nun 93% oder 98% hinauslüften ist unerheblich.
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    Natürlich hat die Oberfläche eine Pufferwirkung. Bei Ansteigen der Raumluftfeuchte nimmt die Oberfläche Feuchtigkeit auf und beim Sinken der Raumluftfeuchte gibt die Oberfläche Feuchtigkeit ab. Bei vernünftigen Lüftungsintervallen reicht diese Pufferwirkung bis in ca. 1 cm Tiefe - und bezieht sich damit weitgehend nur auf die Putzeigenschaften.
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    Die Restfeuchte, die durch die Außenwand wandert, kann bei ungünstigem Wandaufbau trotzdem Schäden verursachen. Z.B. wenn außen ein dampfdichter Belag (z.B. Keramik) ist, so kann die Außenwand außen durchfeuchten. Bei Kälte gefriert dann die Feuchtigkeit und die Keramik wird abgesprengt. Ein derartiger Schaden ist aber bei einer reinen Blähtonwand nicht zu erwarten. Bestenfalls soll der Außenputz diffussionsoffen sein (kleiner my-Wert).
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    Name: Jochen Ebel   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.Ing-Buero-Ebel.de/ing.htm

  2. Blähtonwand atmen 10.02.06
    Herr Ebel, vielen Dank für die Antwort. Ich gehe davon aus, dass das Wasser welches sich seinen Weg durch das Blähtongemäuer bahnt null kritisch ist (vernachlässigbare Menge), weil die "Entfeuchtung" des Raumes durch das Lüften geschieht. (Ansonsten hätte es mich interessiert wie und warum das Wasser von der Innenseite der (Blähton-)Wand zur Außenseite ins Freie gelangt, bei nicht vorhandener Kapillarfunktion.)
    Name: Joachim  

  3. Kapillarfunktion 10.02.06
    Kapillarer Transport ist bei flüssigem Wasser. Da aber kein flüssiges Wasser ist, ist die Frage ohne Bedeutung.
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    Kapillaren Wassertransport haben Sie z.B. wenn Sie ein Stück Würfelzucker etwas in eine Flüssigkeit tunken. In dem Raum zwischen den Zuckerkristallen (=Kapillaren) wird die Flüssigkeit im Würfelzucker hochgesaugt.
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    Name: Ebel  
 

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