Suchefunktion BAU.DE Forum Energiesparendes Bauen / Niedrigenergiehaus 877: Neubau-welche Heizmethode lohnt sich?

Energiesparendes Bauen / Niedrigenergiehaus

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Neubau-welche Heizmethode lohnt sich? 30.03.08
Hallo zusammen,
wir werden in Kürze das Abenteuer Neubau angehen , wir sind nur nach der Informationsflut die auf uns niederprasselte, komplett verwirrt, besonders zum Thema Heizen/Energie.
Fakt ist jedenfalls schonmal, das unser Haus nach dem KFW 40 oder 60 Standart entstehen soll.Aber genau da setzt unser Problem an: wir würden gerne komplett auf fossile Energien verzichten und lieber nur regenerative Energien nutzen (ich hoffe,ich habe die Begrifflichkeiten richtig gewählt); das heisst also, kein Gas, kein Öl.
Welche Kombination der erforderlichn Geräte sollen wir nun nutzen?So unterschiedlich wie die Bauweisen der Anbieter, so auch deren Ratschläge.
Noch zur Info: wir sind 2 Personen und das Haus wird 130 qm gross sein.
Ich hoffe diese Angaben reichen, um eine adäquate Antwort zu erhalten, ich freue mich schon!
Vielen dank im vorraus und schöne Grüsse
M. Ebner

  1. Ganz ohne fossile Brennstoffe 31.03.08
    gehts praktisch nicht, denn zumindest die Pumpen brauchen Strom und den zu Hause zu erzeugen, lohnt nicht...
    Weitgehend ohne gehts mit Holzvergaser und Pufferspeicher oder als Sonnenhaus http://www.sonnenhaus-institut.de/. Hier reicht aber "kfw40 Dämmstandard" nicht aus. Hier und muss mehr eingeplant werden und man braucht einen ca 50.000 liter Wassertank zentral im Haus (evtl auch mehr).
    gruss
    Name: Bernhard Furch   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. Danke erstmal... 31.03.08
    ...für die schnelle Antwort. Ich glaube, ich habe mich da schlecht ausgedrückt.Es geht eher um die die Kombination der Heizmethoden, die auf Öl/gas verzichten, die zum Zuge kommen sollen.Ganz ohne fossil geht es wohl (Strom) nicht...ein grosser deutscher Massivbauer hat uns ein Technikpaket angeboten, bestehend aus:
    +Sole/Wasserwärmepumpe 500 ltr Energiespeicher
    +Solaranlage für TW
    +solare Heizungsunterstützung
    +kontroll. Be- und Entlüftung mit WRG
    das ganze mit einem Dämmpaket KFW 60 Standart und meinte, wir wären somit unabhängig vo Öl/Gas.Ist sowas eine rentable Investition?Gibt es noch andere, für uns rentablere Kombinationen?Ich hoffe, mich jetzt etwas klarer ausgedrückt zu haben.
    Vielen Dank!

  3. Danke erstmal... 31.03.08
    ...für die schnelle Antwort. Ich glaube, ich habe mich da schlecht ausgedrückt.Es geht eher um die die Kombination der Heizmethoden, die auf Öl/gas verzichten, die zum Zuge kommen sollen.Ganz ohne fossil geht es wohl (Strom) nicht...ein grosser deutscher Massivbauer hat uns ein Technikpaket angeboten, bestehend aus:
    +Sole/Wasserwärmepumpe 500 ltr Energiespeicher
    +Solaranlage für TW
    +solare Heizungsunterstützung
    +kontroll. Be- und Entlüftung mit WRG
    das ganze mit einem Dämmpaket KFW 60 Standart und meinte, wir wären somit unabhängig vo Öl/Gas.Ist sowas eine rentable Investition?Gibt es noch andere, für uns rentablere Kombinationen?Ich hoffe, mich jetzt etwas klarer ausgedrückt zu haben.
    Vielen Dank!

  4. KfW 40 31.03.08
    Hallo
    Mit diesen Anlagenteilen sollte doch wohl KfW 40 problemlos möglich sein oder es wird wieder an anderer Stelle zu Gunsten des Bauträgers gespart.
    .
    Darum eigentlich wie immer:
    Ziehen sie einen unabhängigen Energieberater, Fachplaner Haustechnik.... hinzu der ihnen hilft das Haus zu optimieren.
    Zudem können sie für KfW 40, 50.000 tsd. Teuros zu 2,85 % bekommen.
    .
    Gruß
    Name: Michael Lehmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.nlbauservice.de

  5. Richtig... 31.03.08
    nur geht es mir im Moment weniger um das Erreichen eines gewissen Standarts, sondern um die Unabhängigkeit von Öl/Gas und das ich meine Versorgung anders sicherstellen kann.Oder sehe ich das falsch und KFW 40 ist damit direkt gleichzustellen?
    Viele Grüsse
    P.S. dieser Bauträger hätte dann an der Dämmung "gespart", der Primärenergiebedarf würde bei 48,5 kwh/m2a liegen.

  6. Richtig... 31.03.08
    nur geht es mir im Moment weniger um das Erreichen eines gewissen Standarts, sondern um die Unabhängigkeit von Öl/Gas und das ich meine Versorgung anders sicherstellen kann.Oder sehe ich das falsch und KFW 40 ist damit direkt gleichzustellen?
    Viele Grüsse
    P.S. dieser Bauträger hätte dann an der Dämmung "gespart", der Primärenergiebedarf würde bei 48,5 kwh/m2a liegen.

  7. Na ja.... 31.03.08
    Hallo
    Na ja, dass kommt immer wieder von WP-Verkäufern " da sind sie unabhängig von Öl und Gas", OK stimmt schon.
    Nur, für mich gibt es keinen großen Unterschied (Kontonummer) ob ich 1000.- Teuros an den Gaslieferant oder an den Stromanbieter bezahle.
    Darum "runter" mit dem Heizenergiebdarf, der Primärenergiebedarf ist doch eigentlich nur Baurecht und sagt nicht viel über die tatsächlichen Heizkosten aus.
    .
    Gruß
    Name: Michael Lehmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.nlbauservice.de

  8. Richtig... 31.03.08
    nur geht es mir im Moment weniger um das Erreichen eines gewissen Standarts, sondern um die Unabhängigkeit von Öl/Gas und das ich meine Versorgung anders sicherstellen kann.Oder sehe ich das falsch und KFW 40 ist damit direkt gleichzustellen?
    Viele Grüsse
    P.S. dieser Bauträger hätte dann an der Dämmung "gespart", der Primärenergiebedarf würde bei 48,5 kwh/m2a liegen.

  9. Wann endlich lernen wir in Deutschland, 31.03.08
    dass auch Strom "endlich" sein kann. Atomkraftwerke werden "abgebaut", der Rest ist Fossile Energie für die Stromerzeugung (falls der mal nicht günstiger aus dem Ausland kommt). Und das bischen Regenerative Einheimischer Strom, reicht halt leider nicht aus.
    Also: Egal welche Heizung, die braucht Strom. Und wenn es nur die Umwälzpumpe für die Holzheizung ist.
    Und Strom wird halt auch nicht billiger.
    Kein Strom (Stromaufall, Mastbruch, Energiepolitik etc.) = keine Heizung.
    Daher: Planen Sie die Stromerzeugung für Notfälle zumindest für die Heizung (und evtl. Telefon) mit ein.
    Nur leider kostet das auch und Sie müssten schon einige 100-Liter Sprit/Diesel/Heizökl vorhalten.
    Und dann schließt sich der Kreis wieder.
    Es gibt zwar Alternativen, aber die kosten leider auch Geld, zumindest die Batterie-Puffer (eigene Stromversorgung als Insellösung über Stirling, Windkraft, PV etc.).
    Name: kho  

  10. Licht im Dunkeln... 31.03.08
    Achso, ich habe verstanden...
    1.F5=Wiederholungseintrag;-)
    2.Es gibt keine adäquate Möglichkeit, sein Haus unabhängig von Versorgern mit Heizenergie zu versorgen(finanziell rentabel)
    Heisst also, möglichst hochwertige Dämmung und das eigene "Heizverhalten" überdenken und einer "ökologischen Gesinnung" anpassen!?
    Ich werden demnach um einen Gasanschluss (zumindest als "Puffer") und etwaige Ergänzungen in Form von WP, WRG o.ä.
    Irgendwelche Tipps, welches System unser Situation am angepasstesten wäre?
    Danke nochmal, echt Klasse hier....

  11. Vorschlag 31.03.08
    Hallo,
    ein paar unverbindliche Anmerkungen aus Bauherrensicht.
    Wie Sie ja sicher gemerkt haben, hängt die Wahl der Heiztechnik nicht zuletzt stark an eigenen Erwartungen. So lässt sich die Entscheidung nie ganz auf Grund von Fakten treffen, sondern es bleibt immer ein Teil eigene (ökologische) Grundeinstellung sowie Abschätzung künftiger Entwicklung (Ölpreis, Holzpreis...). Was hier schon gesagt wurde, aber nicht genug betont werden kann: erst darum kümmern, möglichst wenig Heizenergie zu benötigen, und dann darum, wie der Rest gedeckt wird!
    Mein Vorschlag in zu Ihrer Anfrage wäre ein Holzpelletofen, ggf. im Wohnzimmer mit Sackware zu befüllen, sowie Solarunterstützung.
    Damit bleibt der Einsatz von Strom auf die diversen Umwälzpumpen begrenzt (auf effiziente Pumpen bestehen!). Der Solarspeicher dient auch als Pufferspeicher für den Ofen. Bei 130 m² und guter Dämmung/Fenstern bleiben vielleicht maximal 400€ Holzkosten pro Jahr beim aktuellen Preisniveau. Dazu 50-100€ Strom, aber das ist nur sehr grob geschätzt. Aufgrund der relativ hohen Anfangsinvestition "rechnet" sich das zwar nur bedinngt, aber die Solaranlage ist z.B. schon allein deshalb sinnvoll, da der Ofen länger lebt wenn er den Sommer über komplett aus bleibt.
    Dringend ans Herz legen, wenn das Geld reicht, würde ich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Auch hier ist zwar die Wirtschaftlichkeit, also rein Investitionskosten gegen Energiekostenersparnis gerechnet, eher nicht gegeben. Aber ich selbst empfinde den Komfortgewinn als riesig.
    Gruß,
    Bernt
    Name: Herr Ber-492-Not  

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