Suchefunktion BAU.DE Forum Estrich und Bodenbeläge 3105: Wie Knarren bei Holzboden (neu) einschränken?

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Wie Knarren bei Holzboden (neu) einschränken? 26.11.05
Ich werde im Neubau auf einen Estrich verzichten und folgenden Fußbodenaufbau wählen! Basis: Holztramdecke 12/20 im Abstand von 75cm mit Rohboden aus Rauschalung 2,5cm vernagelt! Aufbau: Darauf im Abstand von 50cm (90° zu den 12/20 Trägern) Polsterhölzer 5cm hoch (5/8) auf 1cm Weichholzfaser. Den 6cm Hohlraum möchte ich mit Zellulose (Schüttflocke manuell eingebracht – Alt. erbeten) auffüllen. Dann Blindboden 2cm Fichte und darauf 2,2 cm Stabparkett geölt. Im oberen Stock werde ich statt dem Blindboden direkt auf die 5/8er einen Lärcheschiffboden verlegen. Bitte um Hilfe in folgenden Fragen:
1.) Was kann ich tun um übermäßiges Knarren zu vermeiden (Anm. das Holz ist natürlich techn. getrocknet). Ich wollte die Polsterhölzer mit Vollgewindeschrauben fixieren (Tip von meinem Zimmerer) jedoch konnte ich damit die 5/8 Polsterhölzer nur unzufriedenstellend fixieren. Ist es möglich die 5/8 mit normalen 140mm Teilgewinde Spax zu montieren?
2.) Bringt es etwas auf ein Vernageln des Parketts bzw. Schiffbodens zu verzichten und stattdessen kleine Vollgewindeschrauben zu verwenden?
3.) Bitte um Ideen zu alternativen Schüttmaterialien um den Trittschal zu verbessern (Sand etc.)
4.) Bitte um allgemeine Verbesserungsvorschlage und Erfahrungsberichte unter der Prämisse baubiologisch einwandfrei (keine Spannplatten XPS oder ähnliches als Unterbau)
Vielen Dank im voraus!
Name: Erich Haag  

  1. Knarren einschränken. 27.11.05
    Hallo.
    .
    Dann zuerst auch den Rauhspund verschrauben.
    .
    Welche Art des Lärcheschiffboden soll´s sein?
    .
    zu 1. Die Holzweichfaser bringt schalltechnisch nichts, wenn die Lagerhölzer dann mit dem Unterbau verschraubt werden, es kann aber später, wenn sich die Weichfaser dauerhaft zusammengedückt hat zu Bewegung und damit Geräuschen kommen.
    .
    zu 2. Es gibt sog. Dielenschrauben mit Teilgewinde. Die gibt es auch in klein, so daß man damit auch Parkettstäbe verdeckt schrauben kann.
    Teilgewinde ist vorzuziehen.
    .
    zu 3. Mal bei http://www.meha.de suchen
    .
    zu 4. Wo liegen die Prämissen? Wie hoch darf/soll der Aufbau werden?
    .
    MfG
    Name: Lukas Ensikat   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. Schwimmen Verlegen? 27.11.05
    Der Rauhspund ist bereits vernagelt (wurde beim Rohbau mit Druckluftnagler auf die 12/20er vernagelt). Der RAuhspund sollte aber bei Trägerabstand 12/20 von 75cm und Abstand von 40-50cm zwischen den 5/8er Staffeln (in 90° zur Trägerrichtung) meiner Meinung nach kaum in Bewegung geraten?? Wenn ichalles richtig verstanden habe ist der Weichholzfaserstreifen eher von Nach- als von Vorteil? Soll ich das Zeug rausgeben und direkt auf den Rauhspund die 5/8er verschrauben? Wo bekomme ich 140mm Dielkenschrauben mit Teilgewinde (kann ich auch "normale" Spax mit Torx Vortrieb nehmen)? Der Schiffboden Lärche für den 1.Stock (24mm dick 120mm breit und 4m lang Nut Feder nicht rundum) wird direkt auf die 5/8er verschraubt - im Erdgeschoss wollte ich zuerrst einen Fichtenrohboden (19mm) auf die 5/8er und dann einen rundum Nut Feder Stabparkett verschrauben. Fußbodenaufbau ist ab Rauhspund bis 10cm möglich. Die Prämisse ist wie gesagt 1. baubiologisch einwandfrei 2. Knarren eindaämmen so gut es geht 3.) die Schalldämmung nach unten muss nicht perfekt sein. Alternativ könnte ich mir auch eine schwimmende Verlegung der 5/8er in einer Schüttung vorstellen (wobei die 5/8er sich leicht verzogen haben - was beim Verschrauben leicht in den Griff zu bekommen wäre aber bei schwimmender Verlegung u.U problematisch wäre). Danke für Ihr Feedback Herr Ensikat
    Name: Erich  

  3. Schwimmend 27.11.05
    geht auch.
    Dann würde ich aber BSH (Brettschichtholz) als Unterkonstuktion vorziehen. Dann geht auch der Dämmstreifen.
    Die Schrauben gibt´s im Fachhandel. Der Torx- oder Assyantrieb ist die richtige Wahl. Auch ein Vorbohren ist nicht falsch, genauso, wie das einen starken Schrauber fordert.
    Den Rauhspund würde ich trotz der Nagelung noch mit Schaftschrauben (anderes Wort für Teilgewinde) nachschrauben, es sei denn da wurde mit Kammnägeln genagelt.
    Das Lösen der Nägel kommt am wenigsten durch die Belastung sondern mehr durch Quellen und Schwinden, in Folge von Feuchteänderungen.
    .
    Gibt es innerhalb der EG-Decke schon eine Dämmung? Wenn ja, dann kann auf eine zusätzliche Dämmung sicher verzichtet werden und einer Belüftung der Konstruktion mehr Augenmerk gegönnt werden.
    Ist da ein Keller drunter, oder nicht. Was ist unter den Holzbalken?
    .
    Die Lärchendiele direkt zu verschrauben scheint mir i.O..
    .
    Die schwimmende Verlegung der Konstruktionshölzer in einer Schüttung dürfte nicht funktionieren.
    .
    Um es mal auf einen Punkt zu bringen, obwohl mir die Vokabel "baubiologisch" nie so recht gefallen wird ;-)http://de.wikipedia.org/wiki/Biologie, am sichersten vermeidet man das Knarren oder Quietschen durch fachgerechtes Verschrauben. Eine schalldämmende Wirkung wiederum erreicht man am ehesten durch Entkopplung.
    Das beides widerspricht sich irgendwo, schließt sich aber nicht völlig aus. s.o.
    .
    Gruß Lukas
    Name: Lukas Ensikat   E-Mail-Adresse anzeigen  

  4. Fachgerechtes Verschrauben? 28.11.05
    Der Keller ist wie gesagt nicht bewohnt und das ganze Jahr über gut durchlüftet. Die Kellerdecke ist nach unten mit diffoffener Folie und Brandschutzschalung versehen. Nach oben gibts über der Dämmung den Rauhspund (ohne Kammnägel) vernagelt und darüber eine Dampfbremse (diese müßte ich entfernen damit ich zusätzlich noch mit Schrauben fixieren könnte -oder durch die Dampfbremse durch [ist denke ich nicht so vrteilhaft]). Dämmmaterial zwischen den Trägern gibt es zur Gänze (35cm) - der Schallschutz in darunterliegende Geschosse ist insofern nicht von großer Bedeutung da wie bereits erwähnt der Keller unbewohnt ist und der erste Stock gegenüber dem EG nach vorne verschoben ist wodurch die oberen Wohnräume über einer Terasse liegen (zusätzlich gibt es einen großen Luftraum zwischen EG und 1.Stock wodurch sich ein übermäßiger Auwand für schalldämmende Maßnahmen sowieso konterkariert)
    Wenn ich jetzt zusammenfasse würden Sie mir vorschlagen die 5/8er Staffeln direkt durch den Rauhspund und die darunterliegenden 12/20er Träger zu schrauben (die Holzweichfaserstreifen kann ich entsorgen). Mit 140er Teilgewindeschrauben mit Torx Antrieb (würde es hier Sinn machen so vorzubohren dass die Schraube überhaupt keinen Kontakt mit der 5/8er Staffel hätte und mittels z.b. Beilagscheibe nur nach unten gepreßt wird?). Darauf verschraube ich mit Schaftschrauben den Blindboden und darauf wiederum mit speziellen Dielenschrauben den Stabparkett???
    Wie würden Sie gegebenfalss den Hohlraum wischen den Staffeln auffüllen (Split, Sand, Zelluloseschüttflocke, Lehmgranulat, sonstiges??).

  5. Vorbohren 30.11.05
    macht da auf jeden Fall Sinn, da der Schaft kürzer ist, als das anzuschraubende Teil dick ist und es schont auch den Schrauber.
    Die Unterlegscheibe ist, wenn nicht zu groß vorgebohrt wird entbehrlich.
    Zu Gunsten einer Verschraubung des Rauhspundes könnte man die Folie aufschneiden und wieder verkleben. Sonst halte ich mich, auf Grund mangelnden Wissens lieber aus der Folierung raus.
    Einen Grund für ein Auffüllen des Hohlraumes sehe ich nicht.
    .
    Ich muß aber nochmal nachhaken, wegen der Baubiologie.;-)
    Eine Geräuschbildung wird auch die verschraubte Verlegung nicht 100%ig verhindern können, da dem Holz nicht das Arbeiten abgewöhnt werden kann.
    Meine Hand würde ich da max. bei Verklebung mit dauerelastischem 1K-PU-Kleber in´s Feuer legen. Das ist aber mit der Baubiologie wahrscheinlich nicht vereinbar.
    In den PU-Klebern sind Isozyanate enthalten. Die festgelegten Grenzwerte liegen bei der Nachweisgrenze. Es konnte mir bis heute kein "Baubiologe" erklären, wie sich die Isozyanate auf Dauer verhalten, sprich was wann freigesetzt wird.
    Für "baubiologisch" sinnvoll halte ich ein Bauen, was auf Haltbarkeit ausgerichtet ist und sich nicht an Modeerscheinungen orientiert. Ich würde soetwas dann "nachhaltiges" Bauen nennen.
    .
    Gruß Lukas
    Name: Lukas Ensikat   E-Mail-Adresse anzeigen  

  6. Werde doch schwimmend verlegen 01.12.05
    Habe die Latten jetzt doch entkoppelt auf den Weichholzfaserstreifen aufgelegt. Die 5/8er Latten mit "Bäuchen" hat mir mein Zimmerer auf 4/5 der Stärke eingeschnitten sodass diese jetzt perfekt plan aufliegen! Darauf werde ich jetzt Blindboden und Parkett mit den Dielenschrauben fixieren! Unklar ist mir jetzt nur noch dass der Zimmerer Vollgewindeschrauben empfiehlt da diese wie er meint dem Knarren stärker entgegenwirken! Bitte noch um Info ob Teil oder Vollgewinde? Danke

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