Suchefunktion BAU.DE Forum Baufinanzierung 2368: Finanzierungsvariante

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Finanzierungsvariante 01.09.08
Für den Kauf einen Hauses (Verkehrswert 230.000 Euro) benötigen wir 120.000 Euro finanziert. Monatlich wollen wir ca. 1.000 Euro zur Finanzierung aufwenden. Über ein klassisches Annuitätendarlehen (interhyp.de, 15 Jahre Volltilgung mit 15 Jahre Zinsbindung) würden wir aktuell monatlich 944 Euro zahlen, also in Summe über 15 Jahre ca. 170.000 Euro.
Die verkaufende Bank (Raiffeisenkasse) hat uns alternativ folgendes Angebot unterbreitet: 70.000 Euro über einen Bausparvertrag finanzieren und 50.000 Euro über einen Fremdwährungskredit in schweizer Franken.
Die 70.000 Euro würden wir über die Zuteilung eines bereits besparten und zugeteilten Bausparvertrages erhalten, mit einem auf nominal 3,75% festgeschriebenen Zinssatz (effektiv 5,11%)über die Gesamt-Laufzeit von 13 Jahren. Die monatliche Zins- und Tilgungszahlung liegt bei 620 Euro. Ergibt über 13 Jahre eine Gesamtzahlung von 96.720 Euro.
Die 50.000 Euro Fremdwährungskredit laufen über die DZ-Bank International, hat eine Laufzeit von 15 Jahren, auch eine Zinsbindung von 15 Jahren und einen Nominalzins von 3,70% (natürlich variabel). Zinszahlung und Tilgung wäre in dem Fall angeboten mit 362 Euro monatlich. Ergibt über 15 Jahre eine Gesamtzahlung von 65.160 Euro.
Rechnen wir nun die 96.720 und die 65.160 Euro zusammen, kommen wir auf eine Gesamtzahlung von 161.880 Euro. Im Vergleich zu dem anfangs genannten Annuitätendarlehen (170.000 Euro) sind das mehr als 8.000 Euro weniger.
Das Wechselkursrisiko CHF/EUR ist uns bewußt, erscheint uns aber kalkulierbar. Ein Zinsschwankungsrisiko gibt es nicht, da jeweils bis zum Finanzierungsende Zinsbindung festgeschrieben ist. Was meint ihr - ist das ein vernünftiges Finanzierungsangebot, oder haben wir da irgendwo einen Haken übersehen?
Danke im Voraus für Eure Meinungen!
Janet & Dirk

  1. Kennen Sie sich wirklich aus? 01.09.08
    Sehen Sie mal hier: "Die 50.000 Euro Fremdwährungskredit laufen über die DZ-Bank International, hat eine Laufzeit von 15 Jahren, auch eine Zinsbindung von 15 Jahren und einen Nominalzins von 3,70% (natürlich variabel)"
    Entweder festgeschrieben oder variabel.
    Sie halten das Wechselkursrisiko auf einen solch langen Zeitraum für kalkulierbar? Na da scheinen Sie ja einen recht guten Verkäufer bei der Raiba erwischt zu haben. Bei dem die Devise ist: "Den Kunden nicht aufklären, sondern verkaufen, auf Teufel komm raus."
    Ich habe Ihre Rechnung nicht nachgerechnet, aber das Risiko eines Fremdwährungsdarlehens wegen 8.000 Euro eingehen?????? Viel Spaß.
    Bevor Sie das wirklich machen, erkundigen Sie sich erst einmal, was ein Fremdwährungsdarlehen wirklich bedeutet und zwar nicht bei Leuten, die dies verkaufen. Das ist ein wirklich gut gemeinter Rat.
    Wenn Sie genau wissen, was Sie da tun, dann bitte.
    Beste Grüße
    Name: Bernd Munder   http://www.baufinanzierung-bemu.de

  2. Korrektur 02.09.08
    Danke für die Antwort, Bernd Munder! So richtig gut kennen wir uns nicht aus, sonst würden wir ja nicht fragen ;-) Einen wesentlichen Punkt zum Anfangsbeitrag müssen wir korrigieren - natürlich gibt es KEINE Zinsbindung bei dem Fremdwährungsdarlehen, es besteht also neben dem Wechselkursrisiko auch das Zinsschwankungsrisiko. "Kalkulierbar" haben wir das Wechselkursrisiko gestern betitelt, weil der Wechselkurs CHF/EUR ja schon stabiler ist als USD/EUR oder YEN/EUR. Definitiv besteht das Risiko aber, dessen sind wir uns schon bewußt. Das Zinsschwankungsrisiko sehen wir als bedeutender an: Alternative 1 wäre ja das Annuitätendarlehen mit ca. 5,11% bei 15 Jahren Zinsbindung. Alternative 2 eben das Fremdwährungsdarlehen, und da könnte der Zinssatz für CHF in den nächsten Jahren ja durchaus höher liegen. Also doch besser Finger weg vom Fremdwährungsdarlehen ...?
    Janet & Dirk

  3. Fremdwährungsdarlehen 02.09.08
    Hallo Janet und Dirk,
    mit meiner Frage, ob Sie sich auskennen meinte ich, dass ein Fremdwährungsdarlehen meiner Meinung nach nur etwas für am Finanzmarkt erfahrene Menschen ist. Es ist keineswegs eine ganz normale Finanzierungsvariante für eine private Baufinanzierung.
    Ich weiss, dass es viele Berufskollegen von mir gibt, die dies anders sehen. Ich sehe es jedenfalls so. Und so berate ich auch unsere Kunden. Meiner Meinung nach sollte eine Baufinanzierung eine langfristig planbare Sache sein. Ein Fremdwährungsdarlehen ist eher für den kurzfristigen Kapitalbedarf gedacht. Außerdem muß man es ständig beobachten. Das kann man zwar Bankern überlassen, aber das kostet und verlassen würde ich mich auch nicht darauf.
    Übrigens, schauen Sie einmal in unseren Zinsrechner http://www.baufinanzierung-bemu.de/zinsrechner.html was der Topzins für Ihre Eckdaten sind. Sie werden staunen.
    Beste Grüße
    Name: Bernd Munder   http://www.baufinanzierung-bemu.de

  4. Fremdwährungskredit 09.09.08
    Ihre Frage hier im Forum zeigt, daß Sie selbst an der Nachhaltigkeit des Raiba-Angebotes zweifeln.
    Was steht für Sie im Fokus: Entspanntes Wohnen und die eigenen vier Wände genießen oder sich tagtäglich im Bett wälzen und hoffen, daß der Wechselkurs stabil bleibt und die Zinsen nicht anziehen?
    Sie können so Ihre Frage selbst beantworten.

    Service Hypo
    Anhang: Service Hypo - jpg / 7 kByte
    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.


    Weiterführende Links:
      - http://www.servicehypo.eu/index.php?go=zinscheckbf
    Name: Ronny Kluschke   http://www.servicehypo.eu
 

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