Suchefunktion BAU.DE Forum Heizung / Warmwasser 3443: Öl auf WP umstellen...

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Öl auf WP umstellen... 27.06.05
Hallo,
wir überlegen unsere FBH-ÖlHeizung BJ 83 auf WP umzustellen.
langjähriger Ölverbrauch war 3500 l pro Jahr.
nun haben wir vor ein paar Jahren den Kessel eingepackt und der Verbrauch hat sich auf 2600 l/Jahr reduziert.
Von welchem Verbrauch müssen wir bei Umstellung ausgehen?
Gruß
Gudrun
Name: Gudrun  

  1. Ausgehend von 27.06.05
    75% Jahresnutzungsgrad des jetzigen Kessels und einem Verhältnis Elektro/Thermisch von 1:4 5000 KWh (mit Klimakorrektur, also in kalten Jahren, max. 5750 KWh).
    Heizkosten und Rentabilität unter http://www.heizspiegel.de
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. Ihr alter Ölkessel 27.06.05
    erzeugt derzeit eine Energiemeng von ca. 26.000 kWh/Jahr. Da eine WP energetisch günstiger arbeitet, können Sie mit der Umstellung ca. 5-8% Verbrauchsminderung einrechnen, also 24.000 kWh/Jahr. Sie müssen bei einer WP aber nicht wie beim Heizöl die 24.000 kWh einkaufen, sondern bei einer Erdwärmepumpe nur ca. ein Viertel = 6.000 kWh, oder bei einer Luft-WP nur ca. ein Drittel = 8.000 kWh. D.h., fürs Öl würden Sie pro Jahr (bei gleichbleibenden Energiepreisen) 2.400 ltr. x 50 ct = 1.200 EUR, dagegen für Strom bei einer Erd-WP 6.000 kWh x 10 ct = 600 EUR und bei einer Luft-WP 8.000 kWh x 10 ct = 800 EUR bezahlen. Den Rest gibt's ja bekanntlich aus der Umwelt geschenkt.
    Bei der Investition für eine ca. 15 kW starke WP sollten Sie berücksichtigen. dass die Erd-WP gegen über der Luft-WP ca. 6.000 EUR MEHR (wegen der noch immer imens teuren Bohrungen) kostet. Diese Investitions-Mehrkosten dürfen Sie gerne gegen die Jahresmehrkosten an Strom für eine Luft-WP rechnen... Dann erhalten Sie die Amortisationszeit einer Erd-WP gegenüber der deutlich preiswerteren Luft-WP.
    Mit sonnigem Gruß... Lb
    Weiterführende Links:
      - http://www.fws.ch
    Name: Rudolf Lüneborg   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.oekowaerme.de

  3. Wenn ich es richtig... 27.06.05
    ...sehe, dann wird der aktualisierte Verbrauch zugrunde gelegt.
    Das bedeutet für eine nicht optimierte Heizung, daß ein höherer Verbrauch angesetzt wird und die WP zu groß dimensioniert wird.
    Ist das so richtig?
    Gruß
    Gudrun

  4. Wenn Sie Details möchten, 27.06.05
    sollten Sie auch Details mitteilen, so z.B. Hausgröße, Alter, was bisher saniert, etc... Oder Sie nehmen zum Vergleich den überschlägigen HEA-Heizlastrechner, siehe Link.
    Ihr derzeiter, gemittelter Ölverbrauch ist indes auchein guter Anhaltswert. Dann nimmt man den Wert x 10, dann haben Sie die kWh pro Jahr, die aus dem Öl die Wärme gemacht haben. Diese Zahl teilen Sie durch die Betriebsstunden des Kessels (ca. 1.800 - je nachdem, ob mit oder ohne Trinkwassererwärmung) und dann haben Sie die Leistung des Kessels.
    Genauer zu rechnen nach DIN EN 12831 bereitet mir auch keine Schwierigkeiten, bedeutet aber ein genaues Aufmass des Gebäudes und damit verbundene Kosten...
    Mit sonnigem Gruß... Lb
    Weiterführende Links:
      - http://www.waerme-plus.de/planungshilfen/heizwaermebedarf/index.php
    Name: Rudolf Lüneborg   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.oekowaerme.de

  5. um eine WP richtig auszulegen 27.06.05
    holen Sie sich einen Spezialisten!
    Wärmepumpenbauer können Ihnen die Anlage sauber dimensionieren und helfen bei der Entscheidung der Art der Anlage. Ein Heizungsbauer grift immer nur auf seinen Vertragspartner zurück und bedient sich nur deren Lieferprogramme. Um vorab schon etwas Einblick zu gelagen können Sie sich hier informieren:
    http://www.klima-innovativ.de
    Dieser e.V. gibt auch Infoveranstaltungen über Technik und Kompetenzpartner.
    Außerdem sollte man das Haus gesamt betrachten, die Substanz beleuchten, den Energiebedarf ermitteln und eventuell auch auch weitere Maßnahmen ins Auge fassen.
    Eine gut ausgelegte WP kann sicherlich Kosten senken, sie stopft aber keine Wärmebrücken!
    Wo bisher Energie verloren ging, werden Sie auch zukünftig Energie verlieren, wenn Sie kein Gesamtkonzept erstellen lassen.
    Die Maßnahmen sind übrigens bei Häusern, die vor 1985 gebaut wurden auch förderfähig. Entsprechende Links dazu finden ebenfalls auf der Webseit von klima-innovativ.
    Name: Jentsch Isa   E-Mail-Adresse anzeigen  

  6. Primärenergiebedarf beachten!! 28.06.05
    Hallo!
    Der Primärenergiebedarf für Strom ist auch wieder 1:4 (zu 2. Eintrag), d.h. für die Herstellung von 1 kWh Strom werden 4 kWh aus fossilen Brennstoffen benötigt. Ich denke, das sollte man beachten. Es freut sich also nicht die Umwelt, sondern Ihr Energieversorger (weil er so viel Strom verkaufen kann).
    Grüße!
    Name: Alexandra Künzel   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. Was, Alexandra, würden Sie... 28.06.05
    ...machen statt WP?
    Machen Sie doch bitte einen Vorschlag, wie ein Haus zu heizen ist.
    Schon mal danke.
    Gruß
    Gudrun
    Name: Gudrun  

  8. @Alexandra Künzel 28.06.05
    Fehler in Ihrem Beitrag:
    Der Primärenergiefaktor wird mit 3 in der DIN V 4701-10:2003-8 Tabelle C4-1 für Strom Mix angegeben ( Gas =1,1 ).
    Das ist aber im Prinzip, wenn es um die Energiekosten geht aber egal, da hier die Arbeitszahlen der WP relevant werden. Diese werden in der Din meist unterbewertet, die meisten WP laufen im Einzelnachweis besser.
    Das hat auch nichts mit der Freude der Energieversorger zu tun, die freuen sich viel mehr über Gaskunden. Gasheizungen haben einen Wirkungsgrad von weniger als 100%, da schneiden selbst die Wärmepumpen mit schlechten Arbeitszahlen, von geringfügig über 3, besser ab.
    Mein Vorschlag bleibt damit klar bei einer Wärmepumpe, welches System muß auf Grundlage der örtlichen Gegebenheiten ausgewählt werden.
    Name: Jentsch Isa   E-Mail-Adresse anzeigen  

  9. Wärmepumpen: Keine Kostenersparnis in Altbauten 28.06.05
    Altbaubesitzer sind über die steigenden Heizkosten zunehmend frustriert und suchen nach Auswegen. Hierbei kommt auch oft die Wärmepumpe ins Gespräch, steht sie doch in dem Ruf, geringe Betriebskosten zu verursachen. Das erweist sich für Altbauten als teurer Trugschluss: Wärmepumpensysteme sind teurer als Öl- oder Gasheizungen. Lediglich für optimal geplante Neubauten können sich Kostenersparnisse ergeben.
    Christina Hönig stellt hier vielfach überzogene Erwartungen richtig...
    mehr http://www.energienetz.de/pre_cat_42-id_114-subid_293__.html
    Wärmepumpen nachgemessen
    Wärmepumpen sind noch immer heftig umstritten. In diesem Artikel wirdversucht, eine Brücke zu bauen zwischen hartnäckigen Wärmepumpen-Gegnern und nicht weniger hartnäckigen Wärmepumpen-Befürwortern...
    mehr http://www.energienetz.de/pre_cat_42-id_114-subid_293-subsubid_298__.html
    Durchgefallen
    Die Zeitschrift Ökotest kann die Anschaffung von Wärmepumpen nicht empfehlen. Denn wie ein aktueller Vergleich zeigt, setzen Elektro-Wärmepumpen mehr CO2 frei als moderne Gas-BRENNWERT-Heizungen...
    mehr http://www.energienetz.de/pre_cat_42-id_114-subid_293-subsubid_300__.html
    allerdings schon älter
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

  10. die Quelle 28.06.05
    spricht doch aber für sich, oder?
    Und... ich rede nicht von 0815 Standartanlagen, sondern vom Fachmann ausgewählte optimierte Systeme, nicht dem Heizungsbauer mit Bezugsausschließlichkeit.
    Name: Jentsch Isa   E-Mail-Adresse anzeigen  

  11. Schon, aber 28.06.05
    ich befürchte, dass es bei real exisiterenden WP auch nicht besser aussieht als bei fossilen, wo laut Feldstudie Brennwerter 96% erreichen und NT-Kessel 86%... vs. Normnutzungsgraden von 108/95%.
    Wie misst man die Qualität einer Planung/Realisation...
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

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