Suchefunktion BAU.DE Forum Keller 2268-1: Injektionsverfahren/feutchte Kellerwand

Keller

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Raumtrockner gegen feuchte Keller

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  1. Feuchtigkeit 2 22.02.07
    Hallo
    Was ich mich als erstes Frage, ist Werbung hier in diesem Forum erlaubt?
    Aber nochmals zur Sache,
    die feuchte Kellerwand soll mit einer Noppenfolie innen abgedichtet werden und anschließend verputzt (sogar mit Patent).
    O.K. mich würde nur interresieren wohin die Feuchte die ja von Außen kommt geht. Verbleibt sie einfach in der Wand wird doch die Wand hinter der neuen Abdichtung "Klatschnass", die Feuchte steigt meistens noch höher als ursprünglich.
    Gruß Michael
    Name: Michael Lehmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.nlbauservice.de

  2. Herr Lehmann woher wissen Sie denn so genau, dass das Wasser von außen kommt? 23.02.07
    Sie nennen sich Sachverständiger, dann sollten Sie dies einfach beantworten können.
    Kleine Denkaufgabe: Im Sommer -in einem schönen Biergarten, lassen Sie sich ein Bier einschenken. Kurz darauf läuft außen am Glas das Wasser herunter. Nach Ihrer Logik muss doch der Bierkrug undicht sein, oder?
    Und woher kommt Ihre Behauptung, dass dann das Wasser höher steigt? Schreiben Sie hier einfach den Schmarrn der immer erzählt wird ab, oder welche Gesetze der Physik gelten denn dafür?
    .
    Und da Sie etwas zur Werbung gesagt haben. Warum verweisen Sie denn auf Ihre Homepage? Es ging auch ohne!
    .
    Denken Sie auch daran, es gibt auch den Tatbestand der Geschäftsschädigung. Mit falschen Behauptungen könnten Sie sich auch einen "Schiefer" einziehen.
    Ich jedenfalls bekämpfe die Ursache (Tauwasser) von innen und habe damit auch viel Erfolg. Sie können sich ja auf meiner Seite die Referenzen ansehen. Nichts für ungut.
    Ich freue mich auf Ihre fundierten Antworten.
    Name: Edmund Bromm   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.isarbautenschutz.com

  3. Abschreiben 23.02.07
    Hallo
    Ich schreibe nichts ab und rede auch nichts nach!
    Zu Ihrer Frage:
    Natürlich weiß ich nicht ob Feuchtigkeit von Außen kommt.
    Aber es ist ein altes Haus vermutlich ohne jegliche Abdichtung und hier kommt es fast immer zu einem Feuchteneintrag von Außen oder Unten.
    Dieser wird in der Regel durch den Luftwechsel im Keller abgelüftet und dies funktioniert übrigens sehr gut, sonst gäbe es so alte Häuser nicht. Sand- oder Ziegelsteine überstehen keine Jahrzehnte wenn sie dauerhaft nass sind.
    Sperre ich jetzt die Wand von innen, kann die Feuchtigkeit nicht mehr über das Lüften abgeführt werden, dass ist eine Tatsache!!!
    So wird oftmals eine "leicht" feuchte Wand richtig nass, dass ist auch eine Tatsache!!! (Hier kann es dazu kommen, dass die Feuchtigkeit weiter nach oben steigt wie vorher.)
    ...
    Solche Abdichtungen können durchaus dazu führen, dass die Wand oder der Boden "Abgedichtet" ist, ob dies jedoch immer sinnvoll ist?
    - Abdichtungen, ich glaube 10 Jahre Garantie, kostet teilweise sehr viel Geld!
    - Im Gegenzug, richtige Baustoffe, richtiges "Benutzen" des Kellers, richtiges Lüften...., kostet fast gar nichts, einige dieser Keller stehen schon jahrhunderte!
    Dies ist m.M., jeder kann für sich entscheiden welchen Weg er gehen will.
    Nichts für Ungut!
    Gruß MIchael
    Name: Michael Lehmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.nlbauservice.de

  4. Die sinnvollste Lösung............ 23.02.07
    bei einem 100 Jahre alten Keller mit "nur" Feuchtigkeitsproblemen und keinem eindringenden Wasser in flüssiger Form, der zur Lagerung von Wein und Kartoffeln genutzt werden soll, ist sicherlich der Einsatz eines guten Luftentfeuchters. Alles andere scheint mir übertrieben.
    mfg.
    Name: Jürgen Hoppensack   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.aquatex-gmbh.de

  5. Herr Lehmann dieser Umgangston ist schon versöhnlicher. 23.02.07
    Trotzdem sind einige Punkte falsch.
    Sie schreiben die eindringende Feuchte wird durch lüften abgeführt.
    Da ist auch was dran, aber je mehr innen abdunstet um so mehr Salz wird mittransportiert. Dies sollt vermieden werden.
    Und die Mauern gehen auch nicht kaputt nur weil diese feucht sind.
    Sonst müssten alle Ziegel- aber auch Natursteine im Fundamentbereich auch kaputt gehen. Was jedoch zerstörend wirkt ist der ständige Wechsel - trocken - feucht. Dies insbesondere an den Oberflächen der Baustoffe.
    Und was ich nicht verstehe sind Ihre sogenannten Tatsachen. Völlig gleich wie viele Ausrufezeichen Sie gebrauchen, dies ist falsch.
    Warum sollte die Feuchte zunehmen? Ich hatte gefragt nach welchen Gesetzen sollte dies geschehen. Die Mauern sind, unter OKG und ohne Abdichtung nach mehreren Jahren max. durchfeuchtet.
    Aber wenn innen nichts mehr verdunstet, wieso sollte dann in der Wand mehr feucht werden? Die Kapillaren sind nach wie vor mit Wasser gefüllt und daran ändert sich nichts.
    Nur dann, wenn Sie innen was abziehen, "saugen" sie von außen mehr nach.
    Weiter behaupte ich, dass viel mehr Probleme durch Tauwasser entstehen d.h. mehr Feuchteeintrag stattfindet als über die Kapillarität. Wenn dies durch das von mir angewendete I-Bausystem verhindert wird (dampfdicht) und die Oberfläche nicht mehr die niedrigen Temperaturen der feuchten Außenwand aufweist, dann haben sie eine saubere trockene Fläche und einen gut nutzbaren Kellerraum.
    Damit ist auch der gute Ratschlag mit dem Luftentfeuchter falsch.
    Denn auch hier gilt, je trockener um so mehr wandert nach.
    Name: Edmund Bromm   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.isarbautenschutz.com

  6. ... viel Rat und Ratlosigkeit 25.02.07
    ..nun steh'ich hier ich armer Bauherr...
    Es ist zumindest interessant,dass sich die Geister scheiden.
    Wir haben zumindest ein paar (nicht ganz unabhängige) Anregungen bekommen. Besten Dank.
    Name: Baufrau  

  7. Das Ganze ist ja auch nicht einfach. 25.02.07
    Wenn es so einfach wäre brauchte man keine Technikerausbildung und kein Ingenieurstudium.
    Sinn und Unsinn einer Mauertrockenlegung
    Feuchtigkeit im Mauerwerk ist in zunehmendem Maße der Anlass für kostspielige Sanierungen von Altbauten.
    In den letzten Jahren werden von verschiedenen Seiten große Anstrengungen unternommen, erhaltenswerte Bausubstanz vor dem Zerfall zu bewahren. Als Ursache für die Durchfeuchtung des Mauerwerks sind fehlende oder nicht funktionstüchtige Abdichtungen gegen aus dem Boden aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit anzusehen. Das Problem einer einwandfreien Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit ist von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Neben erheblichen Bauschäden und gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfordert die Beheizung feuchter Räume auch einen relativ hohen Energieaufwand.
    Die Wirkung aufsteigender Feuchtigkeit äußert sich in der Zermürbung von Mauerziegeln, Mauer- und Putzmörteln, Anstrichen, Beschichtungen, aber auch in Form von Schimmelpilzbildung und Schwammbildungen an Holzbauteilen und Tapeten und kann in extremen Fällen zur völligen Zerstörung der Bausubstanz führen.
    Drainanlagen, Lüftungsschächte und Kiesgräben entlang der Außenmauer sind Maßnahmen für die am meisten Geld ausgegeben wird. Das Ergebnis ist äußerst zweifelhaft. Dort wo diese angebracht sind, ist es sicherlich sinnvoll. Jedoch kann nur das Oberflächenwasser, insbesondere das Hangwasser und Stauwasser abgeleitet werden. Also nur sinnvoll bei Hanglagen.
    Die Drainanlagen sind keine Außenababdichtung
    somit muss eine Wandabdichtung in jedem Falle hergestellt werden. Die Drainage ist überflüssig, wenn eine Abdichtung im Kelleraußenbereich funktionstüchtig ist und nach den Regeln der Technik hergestellt wird.
    Bei nicht unterkellerten Gebäuden (oft im ländlichen Bereich) ist eine Drainage völlig sinnlos, auch wenn dies in der Praxis immer wieder gemacht wird.
    Ob eine Drainage auch bei unterkellerten Gebäuden sinnvoll ist, kann daraus abgeleitet werden, ob jemals Wasser in flüssiger Form in die Kellerräume gelangt ist, wobei diese Menge schon relevant sein sollte.
    Wasser in flüssiger Form kann auch durch Kondensation an der Bodenoberfläche entstehen und darf nicht mit seitlich eindringender Feuchtigkeit verwechselt werden. Auch hier kann man von der praktischen Überlegung ausgehen, warum sollte Wasser durch eine sehr starke Außenwand eindringen, wenn außen z.B. Kies anliegt (oder auch Bauschutt) und der Grundwasserstand mehrere cm oder Meter unterhalb der Bodenfläche des Kellers ansteht.
    Wenn Feuchtigkeit von außen am Mauerwerk "angreift," dann wäre sicherlich nach einer längeren Regenperiode und beim Abschmelzen des Schnees im Frühjahr der Keller mehrere cm unter Wasser.
    Man hört immer wieder, bei Regen wird der Keller besonders feucht. Dies muss so sein, denn bei Regen sinkt die Temperatur und gleichzeitig wird die relative Luftfeuchtigkeit stark erhöht. Siehe auch hierzu die Tabelle Nr. 1 "Abhängigkeit der relativen Luftfeuchtigkeit zur Temperatur".
    Tabelle 1. Nur auf meiner Homepage zu sehen Schrift Nr. 17
    gr/cbm Wasseraufnahme . z.B. bei 20°=17,3 Gramm
    20
    15
    10
    . Taupunkt =100% rel. Feuchte
    5
    0
    0° 5° 10° 15° 20° Temperatur Celsius-° 
    mit zunehmender Temperatur kann die Luft mehr Wasser aufnehmen!
    Interessant ist, daß in München die relative Luftfeuchte im Jahresdurchschnitt bei 78,6% liegt.
    Nun wird zunächst jeder vermuten, dass die Menge der Kondensation nicht zu einer Durchfeuchtung der Boden- und Wandbereiche führt. Wer jedoch noch in Erinnerung hat, wie die Fenster im Winter und im Frühjahr angelaufen sind weis auch dass zwischen den Fenstern regelrechte Wasserauffangrinnen und auch unter den Fensterbänken Wasserauffangbehälter notwendig waren, um die Menge Kondenswasser aufzufangen. Daher sollte auch sicher sein, dass je nach Oberflächentemperatur und je nach relativer Luftfeuchtigkeit viele Liter Wasser zusammenkommen können. Dies ergibt sich auch aus der Tatsache, dass beim Aufstellen eines Luftentfeuchters sich die Leute immer wieder wundern, dass viele Liter innerhalb weniger Stunden aus einem Kellerraum "abgesaugt" werden können.
    Gegenüber früher hat sich einiges verändert.
    Wenn man die Fotodokumentationen vom Regensburger Dom von 1939 mit heute vergleicht, so stellt man fest, dass am linken Turm bis zu 15 cm vom Naturstein der Außenfassade fehlt. Objekte wie der Kölner Dom, Ulmer Münster und Münchner Rathaus, weisen erhebliche Schäden in den letzten 50 Jahren auf. Auch in den südlichen Regionen, erwähnt sei stellvertretend die Akropolis in Athen, gibt es viele Probleme. Dies liegt an dem in der Zwischenzeit jedermann bekanntem "sauren Regen" und an den riesigen Mengen Streusalz, die im Laufe der letzten Jahrzehnte eingesetzt wurden. Heute kann man schon in Rückgebäuden im Innenstadtbereich ohne weiteres Natriumchlorid, d.h. Streusalz an der Innenseite der Kelleraußenwände feststellen. Durch die Salze, (Hygroskop) wird die Feuchtigkeit nochmals erhöht.
    Gegen die bis jetzt erwähnten Feuchtigkeitsaufnahmemechanismen, (die Kondensation, d.h. konkret über die Kapillarkondensation und auch über die Feuchtigkeitsaufnahme durch Salze, die sogenannte hygroskopische Feuchtigkeit), kann eine Abdichtung des Querschnittes, d.h. Einbauen von horizontalen Sperrmaßnahmen überhaupt nicht wirksam sein.
    Genauso sicher ist, dass bei dieser Art der Feuchtigkeitsaufnahme weder eine Drainage noch ein Lüftungsgraben, noch sogenannte Schemelsteine zu einer Verbesserung führen werden.
    Kiesgräben an der Außenseite
    der Mauer führen höchstens dazu, dass mehr Oberflächenwasser in diesen Kies eindringen kann. Die gesamte Fläche unter Oberkante Gelände wird von außen geflutet, währenddessen z.B. ohne Kiesgraben nur sehr wenig Wasser zwischen der Hauswand und dem angrenzenden Erdreich eindringen kann.
    Man denke an die Menge von Regenwasser, die an der Fassade entlanglaufen und die ungehindert in Kiesgräben eindringen. Das Argument, diese Kiesgräben stehen immer in Verbindung mit einer Drainage; ist nicht besonders gut. Aus "langjähriger Erfahrung" ist bekannt, Drainanlagen werden nicht gewartet es fehlen Kontrollschächte und Spülöffnungen, etc. Selbst wenn gereinigt oder gespült werden könnte, wird dies in der Regel von niemandem mehr durchgeführt. Der Unterzeichner hat sehr oft Objekte begutachtet, bei denen Drainanlagen mit Sand, Wurzeln und sonstigen bindenden Materialien völlig zugesetzt waren .
    Die Probleme der Kondenswasserbildung wurden bisher unterschätzt.
    Es gibt jedoch auch noch eine Reihe andere Mechanismen der Wasseraufnahme an mineralischen Baustoffen und diese haben ihre Ursache in der Auflösung, dem Transport und der Wiederausscheidung, insbesondere von hydratwasserhaltigen Salzen im Porenraum und aufgrund von Feuchtigkeitsschwankungen an der Oberfläche des Baustoffes. Oder sie sind als Folge der Volumenzunahme der überhöhten im Mauerwerk befindlichen Feuchtigkeit beim Gefrieren.
    Selbstverständlich spielt auch die Wasseraufnahme durch Risse und andere Fehlstellen an einer Fassade (Fensterblechanschlüsse, Sockelabsetzungen und Mauervorsprünge) oft eine bedeutende Rolle.
    Die Schäden durch Feuchtigkeit an Gebäuden sind vielfältig und bedeuten für den einzelnen Hausbesitzer einen steten Ärger. Hier die wichtigsten Schadensformen :
    a) Feuchtflecken
    Sie sind meist als Folge der unterschiedlichen Kapillarität (Saugfähigkeit) des Baustoffes anzusehen und führen zu einem ungleichmäßigen Aussehen der Fassade.
    b) Salzausblühungen
    Durch mangelnde Abdichtung an Altengebäuden werden Salze aus dem Baustoff oder aus dem nahen Erdbereich vom Wasser gelöst und beim Trocknungsvorgang zur Außenwand hin transportiert. Dort kristallisieren sie und werden als Belag sichtbar. In vielen Fällen werden das Porengefüge des Baustoffes sowie Putze und Anstriche von Salzen zerstört.
    c) Frostschäden
    Bekanntlich vergrößert Wasser beim Gefriervorgang sein Volumen um 10 % . Dadurch entsteht ein relativ hoher Druck auf das Porengefüge des Baustoffes Man bedenke dass sogar Eisenrohre durch Frost "gesprengt" werden.
    d) Frost-Tausalzschäden
    Bei dieser Schadensform wirken Frost und Salz zusammen.
    e) Bewuchs mit Mikroorganismen.
    Die biologische Korrosion wird vielfach in ihrer Auswirkung unterschätzt. Bekanntestes Beispiel dieser Schadensform ist der Bewuchs eines Baustoffes mit Algen, Moosen, Flechten, Schimmel und dergleichen, also Mikroorganismen, deren Lebensgrundlage Feuchtigkeit darstellt.
    f) Schäden durch chemische Korrosion
    Hier versteht man die Einwirkung von Abgasen auf die Baustoffe, insbesondere die Oxide des Schwefels und ihrer schädigenden Wirkungen.
    Jedoch der" wichtigste "Schaden ist
    g) der Verlust der Wärmedämmung
    Von vielen Seiten wird heute für Baustoffe geworben, die eine hohe Wärmeisolation
    besitzen. Dadurch ist es möglich, Heizkosten und damit Energie zu sparen. Man muß beachten, daß die Werte für die Wärmedämmung immer nur für den trockenen Baustoff gelten. Deshalb ist es unbedingt notwendig, das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
    Schon eine geringe Feuchtigkeitszunahme von ca. 3 - 4 Gew.-Prozent bei einem Ziegelmauerwerk bedeutet oft eine Abnahme der Wärmedämmungseigenschaft um ca. 50 %.
    (Siehe Tabelle 2).
    Abhängigkeit der Wärmeleitfähigkeit und der Feuchtigkeit bei Ziegel Nach J. S. Cammerer
    100%
    z.B 1 % Feuchte = 100 %
    90 4 % " = 50 %
    80 10 % " = 23 %
    70 76
    60 61
    50 50
    40 42
    30
    37 32
    20 29 26 23 21
    10 19 17 15 14 13 12 11 10
    0
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
    Feuchtigkeit (Vol. % )
    Was tun?
    Die Vielfalt der Schäden und Schadensursachen lässt keine Patentlösung zu, auch wenn diese mit kernigen Werbesprüchen immer wieder angepriesen werden. Voraussetzung für eine fachgerechte Sanierung ist das Erkennen der Schadensursache. Sie muss beseitigt werden, dann steigen die Erfolgsaussichten der Sanierung gewaltig. Es ist deshalb zu empfehlen, einen "echten" Fachmann zu befragen. Dies muss nicht immer ein Vertreter einer Herstellerfirma für bauchemische Erzeugnisse sein, denn der wird bevorzugt seine Produkte anpreisen. Auch ist ein Großteil der Bautenschutzfirmen ist nur daran interessiert, seine Arbeit an den Mann zu bringen. Es gibt nur wenige Fachleute, auch Gutachter, die von dieser Gesamtproblematik ein ausreichendes Wissen haben. Deswegen ist es auch klar, warum es zu so vielen Fehlschlägen bei Sanierungen kommt.
    Woher bekomme ich den richtigen Fachmann/frau ?
    Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, jedoch gibt es eine gewisse Sicherheit, wenn man sich bei der Handwerkskammer, der Architektenkammer, den Bauinnungen, im Bauzentrum oder bei den Verbraucherverbänden erkundigt, welche Firmen und Fachleute hierzu überhaupt in der Lage sind.
    Außerdem sollten Sie sich viel Zeit nehmen, um dann nach der Vorauswahl in persönlichen Gesprächen herauszubekommen, wer Ihr Problem lösen kann, ohne dass dabei vergessen wird, dass jede Sanierung viel Geld kostet. Es ist sinnvoll, wenn auch maßvoll vorgegangen wird. Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Aufwand noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis stehen sollte.
    Zum Schluss noch ein Beispiel aus der Praxis:
    Ein Hausbesitzer hatte einen feuchten Keller. Schimmelpilze sind gewachsen, die Wände waren grau und schwarz, es faulte und moderte. Ein Gästezimmer konnte nicht mehr benutzt werden.
    Ein Gutachter wurde eingeschaltet, der zu dem Ergebnis kam, die Sache muss "ordnungsgemäß" abgedichtet werden.
    Es wurde ein Leistungsverzeichnis erstellt. An viele Firmen wurde dieses mit der Bitte um Erstellung eines Angebotes vergeben. Das billigste Angebot für die Abdichtungsmaßnahmen lag bei über € 30.000,--, was dem Hausbesitzer jedoch dann zuviel war. Dieser hatte sich deswegen weiter erkundigt, welche Möglichkeiten es sonst noch gibt.
    In diesem Falle konnten wir durch das Aufstellen eines Luftentfeuchters im Werte von ca. € 800,-- helfen. Seitdem ist sein Keller "trocken".
    Alles andere wäre eine unsinnige Maßnahme gewesen.
    Name: Edmund Bromm   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.isarbautenschutz.com

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