WU abdichten Innen gegen Dampfdifussion24.11.07
Guten Tag,
wir haben seit 5 Jahren einen WU-Keller aus Stahlfaserbeton 35cm wegen drückendem Wasser, außen ist keinerlei Beschichtung und Dämmung drauf. Soweit alles bestens, Luftfeuchtigkeit um 55%.
Weil ein Raum als Wohnraum benützt werden soll, muss er von Innen gedämmt werden. Ich denke Isover mit ordnungsgemäß verlegter Difunorm Dampfbremse oder einer sperrenden Folie. Ich mache mir aber Sorgen wegen des von Außen eindiffundierenden Wasserdampfes, der ja dann auf Dauer in die Dämmung zieht und nicht mehr aus der Dämmung rauskann.
Sollte ich Innen direkt auf die Betonwand zuerst eine Beschichtung auftragen, z.B. bituminös oder so was? Oder ist wegen der geringen Dampfmenge nichts zu befürchten?
Vielen Dank!
Name: Marcus Weber
Sehr geehrter Herr Weber, ich denke Ihre Zweifel ...24.11.07
Sehr geehrter Herr Weber,
ich denke Ihre Zweifel sind berechtigt. Ich empfehle abe nicht eine innere Abdichtung. Denn die Dampfdiffusion können Sie ja nicht verhindern. Es würde sich als der Wasserdampf hinter der Abdichtung stauen mit allen negativen bauphysikalischen Folgen.
Daher empfehle ich:
Gezwungenermaßen Innendämmung ja (besser wäre natürlich eine Außendämmung) aber ohne innere Abdichtung und vorgeständert mit einem Zwischenraum zur Außenwand. Übdr dem Boden und unter der Decke sollten frei zugängliche Lüftungslöcher angebracht werden, die auch nicht von Schränken etc. verstellt werden sollten. Dadurch kann die Luft in diesem Zwischenraum zirkulieren und mit ordnungsgemäßen Lüften über die Lüftungslöcher wird diese Luft abgeführt.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schwabe
Name: Thomas SchwabeE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.ibschwabe.de
Fragen hierzu24.11.07
Hallo,
ich lese interessiert mit und habe als Laie zwei Fragen zu dem empfohlenen Vorgehen:
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- Hat eine sozusagen "hinterlüftete" Dämmung überhaupt einen wärmedämmenden Effekt, wenn doch durch Belüftungsöffnungen unten und oben ja ein Kamineffekt entstehen muß ? In dem Zwischenraum zwischen Dämmung und Betonwand würde sich doch eine Lufttemperatur einstellen die etwa der Raumtemperatur entspricht, keine niedrigere ? Die Wärmeverluste durch die Betonwand hindurch wären doch also so groß wie vor Einbau der Dämmung ?
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- Ist, wenn der Raum beheizt ist, der Dampfdruck im Innern nicht größer als außen, so daß die in die WU-Betonwand durch Diffusion eindringende Feuchte vernachlässigbar sein wird ?
Name: Albrecht KinzkoferE-Mail-Adresse anzeigen
Sehr geehrter Herr Kinzkofer, Zu:. "- Hat eine ...24.11.07
Sehr geehrter Herr Kinzkofer,
Zu:.
"- Hat eine sozusagen "hinterlüftete" Dämmung überhaupt einen wärmedämmenden Effekt, ..
In dem Zwischenraum zwischen Dämmung und Betonwand würde sich doch eine Lufttemperatur einstellen die etwa der Raumtemperatur entspricht, keine niedrigere ?"
Die Temperatur zwischen Dämmung und Betonwand ist natürlich niedriger als die Raumluft. Das ist ein bauphysikalisches Gesetz. Aber die Oberflächentemperatur der vorgeständerten Wand ist höher als vor der Dämmassnahme. Und der Zweck, dass der anfallende Wasserdampf wegtransportiert wird, der wird erreicht.
Zu:
" Ist, wenn der Raum beheizt ist, der Dampfdruck im Innern nicht größer als außen, so daß die in die WU-Betonwand durch Diffusion eindringende Feuchte vernachlässigbar sein wird ?"
Nein. Das Erdreich ist immer mit 100% , während genutzte Wohnräume mit ca. 50 – 60 % relative Luftfeuchte anzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schwabe
Name: Thomas SchwabeE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.ibschwabe.de
zurück24.11.07
und gleich wieder mit 'nem Paukenschlag? ;-)
Hallo Herr Schwabe,
die feuchtwarme Raumluft können Sie doch nicht im ernst an die kalte Außenwand führen wollen?
Da die Dämmung davor ist, ist die Betonwand noch kälter als vorher und die Dampfdiffusion, die Sie hinter der vorgesetzten Wand ablüften wollen
wird durch das gleichzeitig entstehende Kondenswasser mit "in die Tiefe gerissen" werden!
Folgen:
Hinter der Wand wird Schimmel entstehen!
Die Brühe läuft unter den Estrich!
Grüße
Name: Uwe Michael FiluschE-Mail-Adresse anzeigen
Und gleich wieder nur unüberlegte Äußerungen. Was haben ...25.11.07
Und gleich wieder nur unüberlegte Äußerungen. Was haben Sie den für einen Vorschlag, schließlich ist da hier ein Forum.
Ansonsten sollten Sie sich mit solchen Äußerungen zurückhalten Sie verunsichern nur unnötig die Fragesteller anstatt sinnvolle Ratschläge zu geben. Kritik üben ohne es besser zu wissen – das kann auch meine 7-jährige Tochter.
Ansonsten sehe ich bei den Randbedingungen mein Vorschlag als einzige Lösung; wird auch von führenden Leuten so empfohlen.
Name: Thomas SchwabeE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.ibschwabe.de
ich25.11.07
will nur den Fragesteller schützen und warnen.
Das ist bei Ihrem Profil ja notwendig.
Sie hatten ja auch was Richtiges dabei, aber dann doch die falsche Empfehlung gegeben.
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Meine Erkenntnisquellen besagen als oberstes Gebot:
Egal aus welchem Material eine Innendämmung gemacht wird,
sie MUSS luftdicht sein, damit gerade keine warmfeuchte Raumluft hinter die Dämmung gelangen kann!
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Aber erzählen Sie ruhig von Ihren führenden Leuten.
Und mit Namen und Fakten bitte!
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Name: Uwe Michael FiluschE-Mail-Adresse anzeigen
herr schwabe,...25.11.07
Moin,
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...ich weiß ja nicht, woher Sie Ihr "Wissen" beziehen, aber irgendetwas müssen Sie ofensichtlich nicht ganz richtig verstanden haben.
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Die Temperatur der vorgeständerten Wandoberfläche wird die des Innenraumes annehmen, nicht mehr, eher etwas weniger. Die Wand verhindert aber, dass strahlende Wärme, die von den sehr wahrscheinlich vorhandenen Heizkörpern ausgeht, bzw. durch die Umwälzung einigermaßen gleichmäßig im Raum verteilt wird, an die bei Ihrer Version deutlich kühlere alte Außenwand gelangt. Durch den vermeidlichen Luftaustausch Ihrer Theorie gelangt aber die in der Luft enthaltene Luftfeuchtigkeit eben dorthin. Da die alte Außenwand deutlich kühler ist, schlägt selbstverständlich hier die Feuchtigkeit als Tauwasser aus. Wie beschrieben entsteht Schimmel.
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Das kann wirklich nur eine Luftdichtschicht raumseits der Wärmedämmung verhindern.
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Überdenken Sie bitte Ihre Version nochmals.
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Grüße
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stefan ibold
Name: Stefan IboldE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.planungsgruppe-dach.de
"Das kann wirklich nur eine Luftdichtschicht raumseits der ...25.11.07
"Das kann wirklich nur eine Luftdichtschicht raumseits der Wärmedämmung verhindern."
Wie erzeugen Sie Konstruktiv diese "raumseitige Luftschicht" ? Aus welcher Schichtenfolge besteht diese ?
Und Sie lassen ernsthaft zu, dass Feuchtigkeit über die Außenwand in die Dämmung hineintransportiert wird, entsprechend der Fragestellung ? Und wie gelangt diese Feuchtigkeit wieder heraus, Herr Ibold ?
Name: Thomas SchwabeE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.ibschwabe.de
erklärbär25.11.07
Herr Schwabe,
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luftDICHTschicht, nicht Luftschicht raumseits.
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Rechnen Sie das doch nach Glaser einfach mal nach.
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Ich könnte mir (geschätzt) vorstellen, dass eine feuchteadaptive Dampfsperre der Sach dienlich sein wird. Jedenfalls erscheint mir das wesentlich sinnvoller als der Vorschlag, Raumluft an die dann noch kühlere Kelleraussenwand zu lassen.
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stefan ibold
Name: Stefan IboldE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.planungsgruppe-dach.de