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Rechnungbetrag für Sanitärinstallation viel zu hoch / weicht deutlich vom Angebot ab12.09.06
Guten Tag,
ich habe eine Haus gebaut und die entsprechenden Sanitärarbeiten von einer Fachfirma durchführen lassen. Das Angebot (kein Festpreisangebot) dieser Firma erschien mir im Vergleich als das für mich Beste (nicht das Billigste!). Der Auftrag beinhaltete die komplette Heizung- und Sanitärinstallation, inklusive Zisterne/Regenwassernutzung für Gartenbewässerung und Klospülung, sowie eine Solaranlage zur Warmwassserbereitubg.
Die Ausführung der Arbeiten war, soweit ich das als Nichtfachmann beurteilen kann in Ordnung, hier und da gab es kleine Mängel oder "Unschönheiten", aber im Prinzip war ich mit der Arbeit zufrieden, so dass es von meiner Seite zunächst kein Grund zur Beanstandung gab.
Jetzt habe ich die Rechnung erhalten und bin, ich kann es nicht anders ausdrücken, schockiert! Der Gesamtrechnungbetrag liegt 34% über dem Angebot. Nach der Prüfung der Rechnung, hat sich im Vergleich zum Angebot für die einzelnen Posten folgendes Bild ergeben:
Material
Rohrleitungen + 13%
Gasleitung - 28%
Abwasserleitung + 118%
Kalt-/Warmwasser + 42%
Regenwassernutzung + 20%
Heizkörper (*1) + 47%
Sanitärobjekte (*2) + 5%
Montage + 98%
Paket Solaranlage incl.
Heizungsanlage & Montage - 4%
Der Aufpreis für *1 erklärt sich zu einem (geringen) Teil dadurch, dass während der Installation 3 Heizkörper (von insgesamt 19 Stück) durch andere (teurere) Modelle ersetzt wurden. Der mir im Vorfeld genannte Preis für diese Änderung deckt sich aber in keiner Weise mit dem Gesamtaufpreis für diesen Posten.
Der Aufpreis für *2 erklärt sich dadurch, dass zum Teil Objekte in anderer Farbe etc. installiert worden sind.
Der Unternehmer hat mich übrigens zu keiner Zeit darauf hingewiesen, dass mit einem Mehraufwand, sei es beim Material oder den Arbeitskosten, zu rechnen ist (außer bei *1 und *2; s.o.).
Im Angebot war für die einzelnen Posten der Montageaufwand auch einzeln aufgeführt. Dies war, außer beim Solar-Paket, bei der Rechnung nicht der Fall. Da gab es nur einen Posten "Montage".
Grundsätzlich ist mir aufgefallen, dass sehr viele Kleinteile verbaut wurden, die im Angebot nicht enthalten waren und sich zu einem deutlichen Aufpreis summieren.
In Summe beträgt der Mehrpreis gegenüber dem Angebot ca. 11000€.
Es war bisher leider, aus zeitlichen Gründen, nicht möglich den Unternehmer zu einem erklärenden Gespräch zu bitten.
Zunächst einmal habe ich noch nichts bezahlt. Doch wie gehe ich hier weiter vor?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar!
Mit freundlichem Gruß
Matthias Gärtner
Name: Matthias Gärtner
Sie haben Zeit hier12.09.06
alles ausführlichst abzutippen, aber nicht zum Telephone zu grifen, und den Instalatör anzurufen? Das verstehe ich nicht!
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Auch schreiben sie, das es ja änderungen gegenüber dem Angebot von ihrer Seite aus her gab!
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Was wollen sie jetzt? Sich vor der Zahlung drücken, oder die mehrleistung kostenlos erhalten?
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Was auch ist, sie müssen sich mit ihrem Gas Wasser Sch... Mann zusammensetzen!
Oder das ganze Angebot, und nachbesprechungen ins Netz stellen, so wie sie es einem Anwalt mitteilen würden, sonst bringt das nichts!
Name: Thorsten BulkaE-Mail-Adresse anzeigen
Rechnungsprüfung12.09.06
Hallo Herr Gärtner,
wenn Sie mit Ihrem Installateur nicht mehr reden wollen oder können und auch den Gang zum RA scheuen, suchen Sie sich doch einen H-L-S Ingenieur,der Ihnen die Rechung überprüft anhand der
Pläne und Ortsbesichtigung, der auch mit Ihrem Installateur redet. Ich denke dann haben Sie eine gewisse Sicherheit bezüglich Ihres weiteren Vorgehens.
Selbstverständlich wird dann auch ein Honorar fällig.
Mit freundlichen Grüßen
Name: Stephan RiederE-Mail-Adresse anzeigen
Zur Erklärung12.09.06
Um es mit den gleichen Worten zu sagen: Der Gas-Wasser-Sch... Mann hatte noch keine Zeit, nicht ich! Außerdem geht es mir nicht darum, mich vor der Zahlung zu drücken oder eine kostenlose Mehrleistung zu erhalten, da von Mehrleistung nie die Rede war. Ich bin aber zunächst einmal nicht bereit den z.B. doppelten Arbeitslohn zu zahlen, ohne einen doppelten Montageaufwand im Vergleich zum Angebot zu sehen bzw. aufgezeigt bekommen zu haben.
In einem anderen Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass der Handwerker, sobald sich ein (deutlicher) Mehraufwand abzeichnet, diesen VOR der Ausführung dem Auftraggeber mitteilt bzw. erklärt. Ist aber in meinem Fall nie passiert!
Mit freundlichen Gruß
Name: Matthias Gärtner
Hilfe12.09.06
Warum lassen Sie sich dann nicht helfen?
Oder fragen Sie Ihren Bauleiter oder Architekten.
Zur Zeit ist doch wohl vom IST-Zustand auszugehen und nicht vom
Was-wäre-wenn-Zustand.
Dieser ist sachlich,fachlich und rechtlich zu überprüfen.
Vorgehensweise wie vorgeschlagen oder der Gang zum RA, wobei ersters wahrscheinlich günstiger ist als der zweite.
Mit freundlichen Grüßen
Name: Stephan RiederE-Mail-Adresse anzeigen
Was ist denn hier wieder los12.09.06
Haltet Euch mal zurück dem Fragesteller gleich wieder ne Drittelfinanzierung unterstellen zu wollen. Er führt doch hier sehr genau auf, wo welche Mehrkosten entstanden sind und auch die Positionen, bei welchen er die Mehrkosten durch Sonderwünsche verursacht hat. Außerdem schreibt er, ein detailiertes (nicht das billigste) Angebot vorliegen zu haben, welches sogar nach Material und Zeit trennt. Wenn dann da bei einer Rechnungslegung 11 k€ mehr raus kommen, ist das für mich einfach Betrug durch den Handwerker oder Dummheit des Handwerkers.
Als Bauherr würde ich die Summe des Angebots zzgl. der Mehrkosten bei Heizkörpern und Sanitärobjekten zahlen und dann den Handwerker klagen lassen. Dann habe ich nicht das Beweisproblem, bereichere mich nicht, da ich die eigentliche vereinbarte Leistung zahle, den Restbetrag, die kleine Abweichung, darf der Handwerker dann dem Richter erklären, den 98% oder 118% Abweichung sind locker Verdopplungen. So nicht Handwerker und Freunde der Handwerker, da versteht ihr Euer Fach nicht !!!
Name: Bernd Jähn
Toller Rat...12.09.06
Herr Jähn.
Wenn die Forderungen des Handwerkers berechtigt sind, gibts zur Nachzahlung oben drauf noch Zinsen und Prozesskosten. Suuupii.
***
@ Fragesteller.
Montagekosten pauschal oder nach Stunden berechnet.
Wenn pauschal, sind die Mehrkosten zu begründen.
Wenn Stundenlohn, sind Tagelohnnachweise unter Angabe von Name, Qualifikation, Namen und jeweiliger Stundenzahl beizufügen, die Sie kontrollieren können. Sollten die beigelegen haben und Sie haben nicht fristgerecht (6 Tage) widersprochen, hat der Sani gewonnen.
Mfg
Name: Ralf DühlmeyerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.duehlmeyer-architektur-planung.de
Mehr Details12.09.06
Die Montagekosten waren im Angebot pro Posten nach Meister-, Monteur- und Helferstunden aufgeschlüsselt, also z.B. Montage für Abwasserleitung Meister xh, Mounteur yh, Helfer zh. In der Rechnung ist der Montageaufwand auch nach Meister, Monteur, Helfer getrennt aufgeführt allerdings für alle Posten zusammen, d.h. nicht für Abwasser etc. getrennt.
Die Montage war nicht pauschal vereinbart, ein "Stundenzettel" wurde mir bisher (auch während der Ausführung) nicht vorgelegt, ist auch nicht der Rechnung beigefügt.
Mit freundlichem Gruß
Name: Matthias Gärtner
Fragen12.09.06
Hallo Herr Gärtner,
eines verstehe ich bei der Sache nicht ganz, Sie bauen ein Haus, sicher nicht gerade klein und haben jetzt Haustechnik für ca. 44000 € eingebaut bzw. einbauen lassen. Irgendwer wird dem Installateur doch mal gesagt haben, machen Sie dies und ändern sie jenes, so wie es halt in der Praxis auf dem Bau zugeht.
Keiner hat sich etwas aufgeschrieben und alle haben mal gemacht.
Wo war eigentlich Ihr Architekt oder Baubegleiter?
Wieso gab es 118 % mehr Abwasserleitungen?
Fragen und noch mehr Fragen?
An Herrn Jähn - Kopfschütteln - und es gibt immer zwei Ansichten und Darstellungen der Sachlage.
Mit freundlichen Grüßen
Name: Stephan RiederE-Mail-Adresse anzeigen