Modernisierung / Sanierung / Bauschäden
Guten Tag an alle Sanierwilligen In diesem ...
... Guten Tag an alle Sanierwilligen
In diesem Jahr steht die Sanierung meines innenliegenden Waschhauses an. Es ist teilweise 1,0m unter Außenniveau und die Außenwände im Bereich des Erdreichs sind ständig feucht. Im Waschhaus steht auch der Heizkessel und Waschmaschinen. Der Kessel besitzt eine Zwangszulüftung die Fenster und die Außentür sind nicht dicht. Vor einigen Jahren aber vor meiner Zeit wurde im Bereich der Außenwände ein ca 30cm breiter Betonsockel gegossen um den Hangdruck zu mildern. Eine Drainage wurde eingebaut, eine Horizontalsperre vermute ich nicht. Alle E und Wasserleitungen liegen über Putz, Kondensat kónnte ich auch an sehr warmen Tagen nicht fesstellen. Da der Putz mittlerweile extreme Ausblühungen hat und von mir z.t. schon abgeschlagen wurde (extrem Hart) würde ich mich über Tipps zur Low Budget Sanierung freuen. Das Waschhaus soll auch weiterhin als solches genutzt werden, eine optisch funktional preiswerte Lösung sollte angestrebt werden.
low-budget? Die preisgünstigste Variante heißt: Leben Sie damit, bürsten Sie die Ausblühungen regelmäßig ab und entfernen Sie den Putz, dort wo er marode ist. Alle anderen Sanierungen unter der Rubrik "nachträgliche Bauwerksabdichtung" erfüllen vermutlich nicht Ihre Grundvorgabe "low-budget". Eine Bitte: Denken Sie nicht im Traum daran, dass ihnen drahtlose Elektroosmose, Magnetokinese, Erdstrahlenumwandler oder andere Zauberkästen der "Mauerwerksentfeuchtung" helfen könnten.
Hallo Herr Tilgner, Nein an solche ... ... Hallo Herr Tilgner,
Nein an solche Zaubereien dachte ich nicht. Mein Ziel ist eine physikalisch sinnvolle preiswerte Verbesserung des Wandaufbaus. Ich dachte eher an einen diffundierenden Putz oder im Extremfall an eine vorgeblendete Wand mit Hinterlüftung die dann mindestens teilweise gefliest werden kann. Der Raum ist durch den Kessel auch im Winter temperiert (ca 12 grad ) ein Wechsel der Fenster und Tür ist auch angedacht.
Es wird auch immer ein Waschhaus bleiben.
Mmh Sanierputz ist eine temporäre Lösung. Diffusion und Salztransport findet im Mauerwerk weiter statt, nur daas die Salze im Putz kristallisieren und somit an der Oberfläche nicht mehr sichtbar werden. Einen solchen Putz sollten Sie dann nicht fliesen und nur diffusionsoffen streichen. Der Einbau einer flexiblen Dichtschlämme als Innenabdichtung erfordert weitere konstrktive Maßnahmen im Übergang zum Boden und zur Kellerdecke, sowas sollte erst nach örtlicher Besichtigung durch einen Fachmann als Gesamtkonzept geplant werden, weil Sie allein mit einer Innenabdichtung der Wandflächen möglicherweise das Problem feuchter Wände in die Deckenebene verlagern. Von Vorsatzschalen (hinterlüftet oder nicht) halte ich in Ihrem Fall gar nichts. Sie gewinnen zwar an Optik, bauen sich aber die Gefahr von Schimmelpilzbefall in der Konstruktion.
ja an die Poblematik des Schimmelns ... ... hab ich auch schon gedacht.
Ich habe auch daran gedacht den Putz abzuschlagen, verfugen und die blanke Wand bis in die höhe des Außengeländes nur zu wachsen oder zu ölen (Schalöl). Ich hab bei einer Natursteinwand sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Mich stört die Nässe nicht an sich, sondern die Optik und ich habe nur Angst das nach einem Neuverputz mit handelsüblichen Putzen (Kam san von Sakret) das gleiche Problem mit Ausblühungen ständig wiederkehrt.
Im oberen Wandbereich treten diese Probleme ja auch nicht auf, dort verabschiedet sich nur die Dispersionsfarbe, die ich auch nicht mehr Verwenden würde. Als nächster Wandanstrich würde ich auf jeden Fall eine Silikatfarbe oder Kalkfarbe wählen.
Kalkfarbe Wenn die Feuchtigkeit wirklich nicht stört, sehe ich das auch so: die elegantere Lösung ist ein Sanierputz, die peiswertere das Abschlagen des Altputzes, Fugen auskratzen, alles gründlich entsorgen, und dann ein Anstrich mit einer ordentlichen Kalkfarbe.
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