Suchefunktion BAU.DE Forum Modernisierung / Sanierung / Bauschäden 2683: Außenwandisolierung von innen

Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

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Außenwandisolierung von innen 28.07.03
Hallo,
mein Haus wurde im Jahr 1911 erbaut. Die Außenwand besteht aus zwei 11,5cm breiten Ziegeln mit Luftschicht, gesamt ca 30 cm breit. Da eine Isolierung von außen nicht in Frage kommt möchte ich die Isolierung von innen optimieren.
1. Dämmschicht 40mm Mineralwolle WLG 035 auf der bestehenden Wand
2. Gasbeton Mauer 5 cm dick
3. Verputzen der Gasbetonmauer
Ist dies grundsätzlich bedenklich?
Sollte man es lieber ganz bleiben lassen?
Kann man es anders besser (oder überhaupt) machen?
Im voraus vielen DAnk für Eure Antworten
Name: Karsten   E-Mail-Adresse anzeigen  

  1. Grundsätzlich würde 29.07.03
    ich als Laie die Finger von einer Innenwanddämmung lassen, da sich hier in der Vergangenheit schon genügend Profis blutige Nasen geholt haben.
    Mal ganz davon ab, dass ich die Idee mit den Gasbetonsteinen vor Dämmschicht,vor doppeltem Ziegelmauerwerk nicht so richtig prickelnd finde, kommt es hier vorallendingen auch auf eine Planung im Detail an (z.B. an Außenwände grenzende Innenwände, Fensteröffnungen, Durchdringungen...). Am Ende reicht ein verpatztes Detail und der Bauschaden, dessen Beseitigung womöglich mehr Kosten wird, als die gesamte Innendämmung, lässt nicht lange auf sich warten. Am Besten ist es, wenn wenigstens ein an der Planung oder Ausfühung Beteiligter (und vorallendingen vor Ort Anwesende) Erfahrungen in der Ausführung der Innendämmung hat, um gezielt Ausführungshinweise zu geben.
    Name: Michael Förster   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.proclima.de

  2. Innendämmung und Tauwasser 29.07.03
    Ich habe gerade so einen Tauwasserschutz gerechnet: Bei Ihrem Aufbau dürfte in der Mineralwolle erheblich Tauwasser anfallen. Wenn Sie schon das machen wollen: Bevor der Innenputz aufgetragen wird, sollte eine Diffussionssperre gestrichen werden (keine Feuctigkeitssperre wie Lastogum, das ist diffussionsoffen). Und auch an den Laibungen usw. sind Gedaken zu machen - also alles nicht so einfach.
    ´
    Name: Jochen Ebel   E-Mail-Adresse anzeigen   http://JEbel.bei.t-online.de

  3. Streichbare 30.07.03
    Dampfbremsen haben mich noch nie begeistert...
    Name: Michael Förster   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.proclima.de

  4. Warum? 30.07.03
    Ich lerne gern etwas.
    Name: Ebel  

  5. Weil 30.07.03
    der Film nicht überall gleich dick sein kann und es kaum eine Möglichkeit der Überprüfung gibt.
    Grüße
    Name: Michael Förster   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.proclima.de

  6. Wo gibt's die streichbaren 30.07.03
    Dampfbremsen?
    Andere Möglichkeit: Gipskaton/faserr-Verbundplatten mit integrierter Dampfsperre, gibt's u.a. von FELS u. Knauf.
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. z.B. Wadian von PCI 30.07.03
    Folie würde zwar auch gehen, aberda ist das Problem auf PE-Folie haftet kein Putz. Putzträger anbringen beschädigt die Folie. GKP mit integrierter Diffusionssperre ginge auch, wenn es der BH will. Aber dann die Fugen gut abdichten.
    ´
    Die Abdichtung sollte 2 mal gestrichen werden, damit bei evtl. Fehlstellen in einer Lage, die andere Lage abdichtet, denn es könnte schon 1x streichen ausreichen.
    Name: Ebel  

  8. Und ich rate 30.07.03
    immernoch das was ich schon oben geschrieben habe. Wer jetzt spart wird später zahlen...
    Name: Michael Förster   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.proclima.de

  9. Weil es mit vielen Verkleidungen und Beschichtungen immer wieder Probleme gegeben hat habe ich für mich nur eine Lösung gefunden 2.08.03
    Und dies nennt sich I-Bausystem.
    Abdichtungsarbeiten im Keller
    Wenn Keller feucht sind ist es mit dem angenehmen und gesunden Wohnklima vorbei.
    Der Modergeruch verbreitet sich im Haus, die Wände und der Boden fangen an zu schimmeln, das Werkzeug und andere Materialien aus Eisen fangen an zu rosten.
    Die Wärmedämmung nimmt mit zunehmender Feuchte sehr schnell ab.
    Weil nun dies alles dazu beiträgt, daß die Schimmelpilze vermehrt wachsen, wird sicherlich auch noch falsch gelüftet, d.h. in der Regel zu lange. Dies deswegen, weil eben dieser Modergeruch aus dem Keller entfernt werden soll. Auch das hat jedoch verhängnisvolle Folgen.
    Die Nutzung ist somit sehr stark eingeschränkt.
    An den Wänden zeigen sich Feuchteschäden und Ausblühungen. Es kommt zu Farbabplatzungen an den Oberflächen und zum Teil werden auch die Putze geschädigt. Das Wasser läuft die Wände entlang, der Belag auf dem Boden fängt an zu faulen.
    Dies bedeutet jedoch auch gleichzeitig eine Verschlechterung der Wärmedämmung. Häufig wirken beim Auftreten solcher Feuchtigkeitsschäden auch verschiedene Ursachen zusammen.
    Wie vermeidet man solche Schäden und Durchfeuchtungen?
    Es müssen einige Punkte beachtet werden. Die Außenwände müssen beim Neubau gegen das Eindringen von Feuchtigkeit von außen her geschützt sein, in der Regel geschieht dies durch Abdichtungen die in der Norm 18195 und 18336 erwähnt werden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe Merkblätter und Regelwerke von Firmen die spezielle Produkte und Lösungen dafür anbieten.
    Beim Altbau ist jedoch auch aus Kostengründen eine Abdichtung von innen möglich und in der Regel einer Außenabdichtung aus Kostengründen vorzuziehen. Überwiegend ist es sowieso nur Kondenswasser, das die Oberflächen schädigt.
    Die Kellerwände kühlen bei Feuchteschäden stärker aus, außerdem ist darauf zu achten, daß an der Außenseite eine Wärmedämmung in ausreichender Form notwendig ist. Bei Hanglagen ist das Wasser durch Drainanlagen abzuführen. Auch hierfür gibt es für den Neubau Normen z.B. DIN 4108 u. 4095 sowie 18308.
    Im Altbaukeller ist auch die Überlegung wichtig, dass nichts zu faulen anfängt .
    Wenn ein Holzboden vorhanden ist oder Holz bzw. Kartons gelagert sind (Regale etc.) kommt es sehr oft durch diese hohe Feuchte zu Fäulnisschäden und auch zur Bildung von Hausschwamm. An den Oberflächen der Wände lagern sich z.B. bauschädliche Salze an und nehmen ebenfalls vermehrt Was-ser auf.
    Fast jeder kennt die Effekte von Schwitzwasser.
    Im Sommer beschlagen bei Gewitter oder sehr starken Regenfällen die Autoscheiben, beim Betreten eines Lokales beschlägt die Brille, oder eine Flasche beschlägt, wenn Sie aus dem Kühlschrank genommen wird. Alles Erscheinungen, die jeder kennt.
    Dem Entstehen von Tauwasser und Schimmelpilzen auf der inneren Oberfläche von Außenwänden liegt ein einfacher physikalischer Vorgang zu Grunde. Warme Raumluft kühlt an kälteren Wandober-flächen soweit ab, daß der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf auf der Wand zu Wasser konden-siert. Dieses jedoch saugt die Oberfläche der Wand sofort auf und dadurch lässt man sich täuschen, man sieht nichts. Deswegen sollten insbesondere im Frühling und Sommer die Kellerfenster möglichst geschlossen bleiben.
    Die Mauern bekommen eine "gute" Wärmeleitfähigkeit.
    Dies kann jedoch durch eine innenliegende Abdichtung und eine innenliegende Wärmedämmung behoben werden. Dadurch wird auch das teure Aufgraben von außen nicht mehr notwendig.
    Die inneren Wandoberflächen dürfen nicht soweit abkühlen, daß es bei normaler relativer Luftfeuchtigkeit von ca. 60 - 70 % zu Schwitzwasserbildung kommt.
    Wenn die Wandoberflächen und der Boden den Anforderungen an die Wärmedämmung entsprechen, verändert sich dies jedoch sehr oft im Bereich der Kellerdecken die schlecht gedämmt sind. Es kommt im Bereich des Deckenauflagers von neuem zu Kondenswasserschäden.
    Innenliegende "falsche" Wärmedämmungen
    Eine nicht unerhebliche Fehlerquelle ist es wenn Möbel, Schränke, Regale an der Außenwand stehen und somit eine Erwärmung der Wandoberflächen verhindern. Es wirkt genauso wie eine innenliegende Dämmung.
    Heizen und Lüften
    Des weiteren ist darauf zu achten, daß bei Kellerräumen die höherwertig genutzt werden die dement-sprechende Beheizung und Lüftungsmöglichkeit geschaffen werden muss. Ein Heizkörper im Keller ist meistens nicht ausreichend, erst recht nicht, wenn Möbel die Außenwände verstellen!
    Messen der Feuchtigkeit
    Woher weiß man nun, welche Feuchtebelastung in den Räumen sind. Die einfachste Art ist die Mes-sung mit einem Hygrometer. Hier sollte nicht gespart werden, sondern durchaus Geräte verwendet werden, die justiert werden können. Diese Geräte sind im Handel schon ab ca. 20 € zu erhalten. In Verbindung mit einem guten Thermometer können wir nun ein behagliches und gut funktionsfähiges Raumklima durch Lüften bzw. Heizen herstellen.
    Richtiges Lüften
    Auch hier gibt es wieder eine Menge von Ausdrücken und Erklärungen von gut bis sehr schlecht. Was bedeuten z.B. Ausdrücke wie " Stoßlüften", " Dauerlüften", " feuchte- oder temperaturabhängiges Lüften" ect.?
    Im Sommer kann die Luft wesentlich mehr Wasser aufnehmen als im Winter. Z.B. enthält eine 25 ° warme Luft maximal 25 Gramm Wasser, jedoch nur 4 Gramm bei 5°. Diese 4 Gramm ergeben bei 20 Grad Wärme ca. 35 % relative Luftfeuchte. So ist auch klar, warum im Winter in unseren Wohnräu-men eine sehr trockene Luft ist.
    Zwar muss die "verbrauchte" Luft erneuert werden, doch soll durch gezieltes und regelmäßiges Lüften die relative Luftfeuchtigkeit niedrig gehalten werden.
    Richtig lüften heißt die Luft auszutauschen und dies abhängig von der Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit.
    Wie lange lüften?
    Der menschliche Körper ist ein sehr gutes "Messgerät". Dadurch kann folgendes Experiment durchge-führt werden: In der Frühe reagieren wir noch sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede. Stellen Sie sich an die entlegenste Stelle gegenüber dem zu öffnenden Fenster. Nun bittet man jemand, Fenster oder Türe ganz zu öffnen. Das Kippen der Fenster reicht nicht aus. Sobald man empfindet, daß die kalte Luft an einem vorbeistreicht, stoppt man die Zeit. Sie werden überrascht sein, denn es vergehen nur wenige Sekunden, meist handelt es sich um 5 -10 Sekunden. Hier gebe ich die Empfehlung, das fünf bis zehnfache der Zeit zum Lüften anzusetzen und man kann man davon ausgehen, daß die Luft
    im wesentlichen ausgetauscht ist. Sicherlich verbleibt noch ein Rest "alter" Luft in den Nischen und den Schränken.
    Nun kann man auch am Hygrometer ablesen, daß die relative Luftfeuchtigkeit in der Regel absinkt und nach einer bestimmten Zeiteinheit wiederum ansteigt. Dies liegt daran, daß in der Regel die kalte Außenluft wenig Feuchtigkeit beinhaltet und im Raum die Temperatur relativ schnell wieder ansteigt. Dies geschieht durch Wärmeabgabe der Wände, Einbauteile und der gelagerten Gegenstände.
    Es sollte keinesfalls länger gelüftet werden, da sonst die Oberflächen und Gegenstände in der Wohnung unnötig abkühlen. All die Energie die zum Fenster hinausgelüftet wird muss wieder nachgeheizt werden.
    Oberstes Gebot, je kürzer um so besser, dafür noch mal wiederholen!
    Die Ursache muss gefunden und beseitigt werden
    Feuchte und nasse Baustoffe haben wie vor schon erwähnt eine wesentlich schlechtere Wärmedämmung als trockene, deswegen ist vorab genau zu ermitteln, woher die Feuchte kommt. Wie vor be-schrieben kann es sich um Kondenswasser, oder um Wasser von außen handeln. Am Schadensbild ist das jedoch nicht so leicht zu erkennen!
    Nur wenn es sich um eine undichte Fuge handelt wird das Wasser irgendwann eindringen und als Was-serlacke am Boden sichtbar sein. Diese Undichtigkeiten kann man mit sehr dünnflüssigen Kunststof-fen auf Epoxy- oder Polyurethanharzbasis auch von innen abdichten oder verpressen. Dies ist ein spe-zielles Verfahren was von Fachfirmen durchgeführt werden kann.
    Eine Innenabdichtung
    mit dem I-Bau - Saniersystem ©, d.h. Aufbringen einer dichten Noppenbahn an der Innenseite und dem anschließenden Verputzen mit Sanierputz bringt eine wesentliche Reduzierung der Feuchtebe-lastung im Keller. Ein Großteil der Feuchteabgabe erfolgt durch die Außenwand sowie die angrenzen-den Zwischenwände.
    In vielen Fällen, insbesondere bei Gebäuden aus Beton, ist somit ein Luftentfeuchter eine sinnvolle und ausreichende Maßnahme um die Luftfeuchte zu reduzieren. Diese Geräte (kosten je nach Leistung zwischen € 500 bis 1.000) sind in der Lage und "ziehen" aus einem normalen Keller, eines Ein- oder Zweifamilienhauses am Tag ohne weiteres 10 bis 30 Liter Wasser. Wie sollen dann wenige Tropfen eventuell eindringendes Wasser noch ein Problem darstellen?
    ®= im November 1998 beim Patentamt unter Nr.: 295 21 952.1 als Gebrauchsmuster eingetragen.
    Weitere Details hierzu auf meiner Homepage unter Schriften Nr. 12 und 13
    Name: Edmund Bromm   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.isarbautenschutz.com
 

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