Suchefunktion BAU.DE Forum Modernisierung / Sanierung / Bauschäden 4087: Schimmelpilzsanierung, Stein trocken - Fuge feucht, woher?

Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

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Schimmelpilzsanierung, Stein trocken - Fuge feucht, woher? 26.07.07
In unserem Haus (denkmalgeschützt, Bj 1900, 1,5-geschossig, vom Vorbesitzer vor 10 Jahren kernsaniert) wurde eine umwelthygienische Untersuchung durchgeführt (Grund gesundheitliche Probleme unserer Kinder). Wesentliche Erkenntnis war, dass im Obergeschoss hinter an den Außenwänden montierten Gipskartonplatten in Proben von Putzresten und Mörtel anzüchtbare Schimmelspilzsporen und Bakterien entdeckt wurden. Proben wurden an den Wänden der Ost- und Westseite entnommen. Durch die Bohrungen in den Gipskartonplatten (ca. 2cm Abstand zur Wand, Bohrungen ca. 10 cm Durchm.) ist das Mauerwerk (Massive Backsteinwand ca. 40 cm dick) sichtbar. Der Putz wurde offensichtlich bei der damaligen Sanierung abgeschlagen. Verschiedene Experten haben nun unabhängig voneinander folgendes festgestellt: Die Feuchtigkeit der Ziegel ist von nahezu Null bis sehr gering. Die Feuchtigkeit im Fugenmörtel ist sehr hoch (gemessen jeweils mit Feuchtesensor (Kugel) mit Hochfrequenztechnik (z.B. Fa. Gann) im Juli diesen Jahres). Es ist jedoch optisch und olfaktometrisch (Schnüffeln) kein Schimmelpilzbefall zu erkennen.
Die Aussagen der Experten reichen von "Die Fuge zieht Wasser. Da müssen Sie die Fassade hydrophobieren" über "so was hab ich so noch nie gemessen" bis "das kann nur durch Kondensation kommen, aber eigentlich müsste dann sowohl Fuge als auch Stein nennenswert feucht sein"
Da vor einer Sanierung zunächst die Ursache beseitigt werden muss, ist nun die Frage: Woher kommt denn nun die Feuchtigkeit? Sind weitere Untersuchungen sinnvoll? Wenn ja, welche?
Über einen Tipp würde ich mich freuen.
Geplantes Vorgehen bei der Sanierung:
Rigips-Platten entfernen, soweit möglich Putzreste und Mörtelschicht entfernen, desinfizieren, mit Kalkputz verputzen. Aussendämmung ist wg. Denkmalschutz nicht möglich und m.E. auch nicht notwendig.
Hört sich das vernünftig an?
Name: Christian Mönning  

  1. mit Plaster angeklebt? 26.07.07
    Ist sicher ein richtiger Anfang zur Sanierung.
    Aber ein Fachleut sollte das begleiten.
    -
    Wie sehen denn die Fugen auf der Westseite (außen) aus?
    -
    Im Winter dann mal Oberflächentemperaturen messen und evtl. Innendämmung planen lassen.
    -
    Grüße
    .
    .
    @ Volker (VL):
    darum! (Das andere war auch ein Altbau)
    Name: Uwe Michael Filusch   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. Ich würde eine Dichtschlämme vor dem Putz aufbringen 26.07.07
    Wenn die Fugen den Schlagregen aufsaugen, dann geben die die Feuchtigkeit sonst auch ganz schnell an den Innenputz weiter. Ist zwar höchst ungewöhnlich, daß der Stein angeblich so trocken sein soll und die Fuge so naß - bei einem Gebäude diesen Alters würde ich erwarten, daß der Backstein genauso schön saugt und die Feuchte genauso schön wieder nach aussen verdunsten lässt wie der Kalkmörtel. Mit Hydrophobierung wäre ich vorsichtig, da ist oft die Gefahr größer, daß die Substanz geschädigt wird, als daß es sinnvoll ist. Wenn es wirklich so sein sollte und kein Meßfehler ist, daß es nur die Fugen und nicht den Backstein betrifft, würde ich aussen neu verfugen lassen und innen eine zementäre Dichtschlämme vollflächig auftragen lassen und da drauf einen Kalk oder Kalkzementputz auftragen lassen.
    Name: Martin Kempf   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.maler-kempf.de

  3. wurde 27.07.07
    der Mörtel hinsichtlich seiner Zusammensetzung und Gehalte an Salze überprüft?
    Wurde die Wasseraufnahmefähigkeit der Steins überprüft.
    Ist zwar eher selten, dass solche Bauwerke mit Klinkerartigen Steinmaterial hergestellt wurden, aber wer weiß.
    Name: Mark Carden   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.sv-carden.de

  4. Messung 27.07.07
    Hallo
    Die Art der Messung halte ich für "Fraglich".
    Die Kugelsonde ist eigentlich dafür, bei größeren Flächen Zerstörungsfrei den Feuchteverlauf darzustellen.
    Punktuelle Messungen, wie hier, bringen ein hohes Fehlerrisiko.
    Wurden den Messungen an verschiedenen Stellen gemacht, es muss ja auch Fugen geben die "trocken" sind.
    .
    Gruß
    Name: Michael Lehmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.nlbauservice.de

  5. Ist doch eigentlich schon klar 27.07.07
    Baustoffwechsel, werden bei dieser Art der Messung immer andere Messwerte ergeben.
    Dieses Art der Messung taugt nur als Vergleichsmessung.
    Daher irritieren mich die % Angaben.
    Name: Mark Carden   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.sv-carden.de

  6. Herr Lehmann mit einer elektrischen Widerstandsmessung kann eben keine Feuchte gemessen werden 27.07.07
    Und dies, ohne wenn und aber.
    Man kann immer nur die elektrische Leitfähigkeit messen.
    Klar ist, dass auch mit der Feuchte die Leitfähigkeit zunimmt aber es bleibt trotzdem immer eine Hausnummer.
    Es kann nicht ermittelt werden, woher die Feuchte und aus welchen Gründen sich diese Leitfähigkeit verändert.
    Anstriche Farben Schimmelgeflecht Salze usw.
    Name: Edmund Bromm   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.isarbautenschutz.com

  7. Kugelsonde 27.07.07
    Hallo Herr Bromm,
    Der Fragesteller hatt eine Kugelsonde als Messgerät aufgeführt.
    Diese Kugelsonde (z.B. von Gann) bzw. die Messmethode bezeichnet man als Dielektrische oder kapizitive Methode (Hochfrequenzmethode) und hat mit der "Leitfähigkeitsmessung" nichts zu tun.
    .
    Gruß
    Name: Michael Lehmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.nlbauservice.de
 

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