Suchefunktion BAU.DE Forum Modernisierung / Sanierung / Bauschäden 4213: Maroden Holzfußboden durch Beton ersetzten und Probleme mit feuchter Wand

Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

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Maroden Holzfußboden durch Beton ersetzten und Probleme mit feuchter Wand 14.01.08
Hallo,
ich besitze ein Einfamilienhaus welches ca. 1900 erbaut wurde.
Das Haus ist halbseitig unterkellert.
Probleme bereitet jetzt der Fußboden im Erdgeschoß. Es handelt sich um Dielenfußboden. Der Keller besteht aus einem gemauerten Gewölbe, dass nach oben hin mit Sand aufgeschüttet ist. Die Balken des Fußbodens liegen im Sand. Sowohl auf der unterkellerten, wie auch der nichtunterkellerten Seite. In dem Gebiet wo ich wohne ist fast nur Sand anzutreffen.
Die Balken des Holzfußbodens sind morsch. Ganz besonders in den Außenecken. Die Dielen sind locker, da die Nägel in dem maroden Holz nicht mehr halten und die Balken liegen nichtmehr flächig auf. Ein befreundeter Bauunternehmer hat mir geraten den Holzfußboden im Erdgeschoß komplett rauszureißen und durch Beton zu ersetzten. In dem Zuge wäre eine Dämmung gleich mit möglich. Der unterkellerte Teil ist immer sehr kalt.
Der Aufbau würde wie folgt aussehen.
Trennfolie, 12cm Dämmung(je nach möglicher Höhe),Trennfolie mit Randabschlußstreifen und zum Schluß ca. 5cm Beton.
Ich kann mich aber mit dem Gedanken nicht anfreunden, dass die 5cm Betonplatte dann einfach im "Dreck" liegt.
Außerdem bereiten 2 Außenwände Probleme. Diese sind feucht und es blättert der Putz innen ab. Tapete hält da gar nicht erst drauf.
Der Bauunternehmer meinte, das liegt an der Verlegung der Heizung. Die Rohre sind an der Wand direkt über dem Fußboden verlegt. Dadurch dass die Wand immer wieder etwas austrocknet wird die Feuchtigkeit von außen "reingezogen".
Wenn es regnet sammelt sich das Wasser direkt an der Wand, da ein Gefälle zum Haus zu besteht. Das Wasser kann nicht versickern, da der Boden bis zum Haus betoniert ist.
Abhilfe würde da eine Drainage schaffen, die das Wasser wegführt.
Da ich mich in solchen Sachen leider nicht auskenne und bis jetzt nur völlig unterschiedliche Meinungen gehört habe, hoffe ich bei Ihnen einige Tipps zu bekommen.
Ist die Vorgehensweise in Ordnung, oder ist das absoluter Unsinn, was er mir geraten hat?
Mfg
Name: Norman Kloos  

  1. Fußbodenaufbau ok 15.01.08
    das könnten Sie so machen. Achten Sie darauf, dass die unter der Bodenplatte verlegte Wärmedämmung Perimeterdämmung ist, die druckfest ist. Eine Regelkonstruktion ist das dann aber nicht, weil eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte nach DIN 18195 fehlt.
    Vielleicht legen Sie zwischen Dämmung und dem etwas dicker gewählten Estrich/Beton eine Abdichtung (stoßüberlappend und an den Rändern hochgeklappt).
    -
    Nächster Punkt:
    Feuchter Mauerwerkssockel - Die Erklärung mit den Heizrohren ist Quatsch. Auch ohne die Heizrohre würde die Feuchte im Mauerwerk von außen und/oder von unten im Mauerwerk aufsteigen. Was Ihnen fehlt ist eine fchgerechte Abdichtung des Mauerwerks bestehend aus einer vertikalsperre des Mauerwerkssockels außen und einer Mauerwerkssperre (nachträglich z.B. durch Injektionsverfahren herstellbar.)
    Name: Uwe Tilgner   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. Vielleicht mineralischer Dämmstoff 15.01.08
    bei ähnlichen Vorhaben habe ich mit mineralischer Dämmung als Schüttung Z.B. Blähperlite oder Liapor gute Erfahrungen gemacht. Damit lassen sich auch gut Differenzen in der Höhe zwischen Unterkellert und nicht unterkellert ausgleichen. Trennfolie ist aber absolut wichtig, auch an den Wandanschlüssen.
    Bei der aufsteigenden Fauchtigkeit gibt es viele Möglichkeiten. Seinerzeit wurde ca. 30 cm über Gelände eine horizontale Sperrung eingebracht. Häufig ist aber im Verlauf der Zeit das anstehende Gelände "aufgewachsen", besser gesagt es wurde ohne Rücksicht auf die Sperrlage angefüllt. Also prüfen, wo diese Schicht liegt oder lag. Dann entscheiden was gemacht werden kann. Oft hilft schon ein Geländeabtrag, was in diesem Fall zwar umständlich aber durchführbar ist. Schwer zu entscheiden ohne die Örtlichkeit zu kennen.
    L. Hunziger
    Name: Lothar Hunziger   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.oeko-logisch-bauen.info

  3. Hallo, vielen Dank für die schnellen Antworten. Es ... 16.01.08
    Hallo,
    vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Es war auch so geplant, dass die Folie zwischen Dämmung und Beton/Estrich an den Rändern hochgeklappt wird und somit Wandanschluß hat.
    Nur bei der Folie unter der Dämmung (zum Erdreich hin) soll das scheinbar nicht so ausgeführt werden. Ist das korrekt oder muss diese auch an der Wand hochgeklappt werden?
    Gibt es bestimmte Vorschriften, welcher Beton verwendet werden muss für Bodenplatten? Ich hab da mal was von Schwerbeton gelesen.
    Wie belastbar ist denn so eine Platte? 5cm sind ja nicht so übermäßig stark. Ich frag nur, da ich Aquarianer bin und da ein bisschen drauf achten muss.
    Eine Horizontalsperre ist nicht vorhanden. Die Vertikalsperre am Sockel soll im Sommer in Angriff genommen werden.
    Mfg
    Name: Norman Kloos  

  4. 5cm sind zu wenig 16.01.08
    Wenn Sie eine Bodenplatte betonieren wollen unter der eine Dämmung auf Erdreich liegt ohne weiteren Schichtenaufbau, dann ist 5cm Beton(-estrich) zu wenig. Erdreich unter Dämmung bietet meines Erachtens nicht genug Festigkeit, so dass die 5cm Estrich plus Dämmung drunter bei punktueller Belastung (z.B. großes Aquarium) lokale Setzungen und evtl. Risse aufweisen kann. 5cm Estrich auf Dämmung baut man nur, wenn darunter eine dicke steife Beton Betonplatte vorhanden ist.
    -
    Wenn Sie im nächsten Sommer die Sockelabdichtung (außen machen wollen, sollten Sie im Zuge der Arbeiten auch über eine Injektionssperre gegen von unten aufsteigenden Feuchte nachdenken (Kosten ca. 150 EUR/m).
    Name: Uwe Tilgner   E-Mail-Adresse anzeigen  

  5. Hallo, über eine Horizontalsperre habe ich auch schon ... 16.01.08
    Hallo,
    über eine Horizontalsperre habe ich auch schon nachgedacht. Das wird aber erst in Angriff genommen, wenn es soweit ist.
    Sie sprechen immer von Estrich. So wie ich gelesen habe, wird dieser ja aber nur auf einer Betonbodenplatte oder festen Untergründen verwendet. Der Bauunternehmer hat mir zu Beton geraten, da das stabiler sei.
    Welche Stärke sollte der Beton/Estrich denn haben?
    Bei dem unterkellerten Teil wird die Dicke ja sowieso von den Gewölbeköpfen des Kellers begrenzt. Da muss ich erst nachsehen, welche maximale Stärke möglich ist.
    So wie ich bis jetzt in Erfahrung gebracht habe, legt man auf das Erdreich eine Sauberkeitsschicht, dann die Dämmplatten, dann die Trennschicht mit Wandanschluß und dann den Beton/Estrich.
    MfG
    Name: Norman Kloos  

  6. Um welchen Baustoff handelt es sich denn? 17.01.08
    Die Horizontalsperre sollte immer vom Baustoff abhängig ausgeführt werden.
    Dabei ist zu unterscheiden, ob eine mechanische Trennung oder eine Sperre mit/durch Injektionen.
    Es ist immer eine Prüfung der Baustoffe notwendig.
    Dazu gibt es Merkblätter der WTA e.V.
    Dazu 6 Merkblätter für Mauerwerk (4-3-98, 4-4-04, 4-5-99, 4-6-05, 4-7-02, 4-11-02) für 75.00 €.
    .
    Ich persönlich bin eher für eine mechanische Trennung.
    Diese ist sofort wirksam und sicher, aber auch überprüfbar.
    .
    Und was soll mit einer Drainanlage erreicht werden?
    Sie leiten evtl. mehr Wasser ein als auf lange sicht rauskommt.
    Außerdem verteilen Sie das Wasser am und um das Haus "besser".
    Lassen Sie besser den Beton am Haus und das Fundament ungestört!
    Weiterführende Links:
      - http://www.wta.de/de/merkbl%C3%A4tter
    Name: Edmund Bromm   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.isarbautenschutz.com

  7. Sehr geehrter Herr Bromm, das Fundament besteht aus ... 19.01.08
    Sehr geehrter Herr Bromm,
    das Fundament besteht aus Bruchsteinen.
    Der Rest sind Ziegel.
    Über die Horizontalsperre hatte ich noch nicht so genau nachgedacht, weil man selten wirklich fachkundige Antworten erhält.
    Bis jetzt ging es mir hauptsächlich um die nachträgliche Einbringung der Bodenplatte.
    Mit der Drainage soll erreicht werden, dass das Wasser bei Regen vom Haus weggeführt wird. Zur Zeit sind 2 Hausseiten komplett "zubetoniert" und es bilden sich bei Regen sehr große Pfützen an den Mauerkanten. Die Wände sind innen feucht, der Putz bröckelt ab und Tapete hält nicht mehr an der Wand.
    Ich hatte Sie auch schonmal persönlich per E-Mail um Rat gefragt mit Bildern. Ich habe aber leider noch keine Antwort bekommen.
    Mfg
    Name: Norman Kloos  

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