In einem zum Kauf anstehenden Einfamilienhaus wurde 2014 im EGAbk. eine neude Betondecke eingebaut: Das Haus (Baujahr. 1930 und 1970) steht auf Streifenfundamenten (Außen- und Innnenfundament) und weist eine Sockel von ca. 0,6 m über GOK auf. Der Baugrund ist optimal: Feststehende Sande ab ca. 0,8 - 0,9 m unter GOK, Fundamentunterkante reicht bis in guten Baugrund (ca. 1,0 bis 1,1 m unter GOK). So gibt es keine statischen Probleme für's Gebäude. Allerdings steht bis ca. 0,9 m unter GOK stark humoser Boden an, d.h. auch zwischen den Streifenfundamenten im Gebäude. Darüber war im Gebäudeteil aus 1930 bis 2014 eine (angeblich stark federnde) Holzdecke und im Bereich aus 1970 eine Betondecke die abgesackt und rissig weil eingebogen war. Unter dieser Betondecke war bis 2014 eine Sandauffüllung über dem genannten humosem Boden. Ich kann verstehen, dass man sich für einen neuen Bodenaufbau entschieden hat, allerdings finde ich deren Konstruktion "exotisch": Die Decke in Beton (WU C25) mit Bewehrung (Stahlmatten), Isolierung und Estrich scheint im Prinzip OK. Die Unterkonstruktion finde ich gewöhnungsbedürftig: Weil es zu aufwändig war die 90 cm schwarzen Boden auszuschachten (weil auf 70 m² zwei Lkw-Ladungen per Hand geschachtet hätten werden müssen) und weil man angeblich durch das Schachten bis in die Nähe der Fundamentunterkante einen "Baugrundbruch" riskiert hätte), verblieb der Humusboden wo er war. Man hat dann Punktfundamente im Raster von 1,5x1,5 m eingebaut (betongefüllte PVC-Rohre im Durchmesser von 20 cm). Die Rohre sollen mind. 20 cm tief im festen, gelben Sanduntergrund gerammt worden sein. Dann Sandauffüllung über den Humusboden bis oberkannte Rohrfundamente, und Abdeckung mit PE-Folie (als Dampfsperre). Darüber: einlagige Stahlmatte, die zu allen Seiten 5 bis 10 cm in die Streifenfundamente fixiert wurden. Danach 15 cm Betonplatte eingegossen. Darüber, wie gesagt Isolierung und Estrich. Falls der humose Bodenhorizont weiterhin Sackung bzw. Schrumpfung zeigt, würde sich (so die Auskunft des jetzigen Bauherrn) ein kleiner Hohlkörper unter der Betonplatte bilden, dieselbe aber auf den Punktfundamenten und durch die Fixierung an den Streifenfundamenten stabil bleiben. Kann ich dieser Konstruktion langjährig trauen? Die Frage zielt auf die Unterkonstruktion und evtl. auf die Stärke der Betonplatte von 15 cm.
Vielen Dank in voraus!
