Spengler-/Flaschner-/Dachklempnerarbeiten

  1. Sammel-Checkliste

    • Überprüfen Sie, dass nur die ausgeschriebenen und korrosionsgeschützte Materialien (Bleche, Verbindungsmittel etc.) verwendet werden.
    • Überprüfen Sie, dass sich keine Metalle aus unterschiedlichem Material berühren (Kontaktkorrosion).
    • Überprüfen Sie auch, dass nicht Kupfer oberhalb von Zinkblech verarbeitet wird - z.B. mit Kupfer eingefaßte Gaube oder Kamin und Zinkdachrinne. Allein durch den Regenwasserlauf von Kupfer nach Zink erfolgt die Zersetzung von Zink.
    • Überprüfen Sie, dass wenn möglich nur gleiches Material verarbeitet wird.
    • Überprüfen Sie, ob alle Bleche (Trauf- und Ortgangbleche etc.) ausreichend befestigt sind, um dauerhaft auch Stürme sicher zu überstehen.
    • Überprüfen Sie, ob alle Bleche Wärmebewegungen ausführen können, ohne Risse (z.B. im angrenzenden Putz) zu verursachen.
    • Überprüfen Sie die Dachrinne auf ausreichendes und gleichmäßiges Gefälle.
    • Achten Sie darauf, dass die Seite der Dachrinne, die dem Dach zugewandt ist, um mind. 1 cm höher sein muß, als die abgewandte Seite.
    • Überprüfen Sie den gleichmäßigen Unterstützungsabstand der Dachrinne durch Dachrinnenhaken.
    • Achten Sie darauf, dass die Dachrinne satt in den Dachrinnenhaken liegt. Ist dies nicht der Fall, ist mit späteren Verformungen der Dachrinne (Sackbildung) zu rechnen.
    • Überprüfen Sie, ob das Traufblech mind. 15 auf dem Traufbrett aufliegt, dort mit korrosionsbeständigen Nägeln/Schrauben befestigt und ordnungsgemäß in die Dachrinne eingehängt ist.
    • Lassen Sie die Spenglerarbeiten z.B. auch durch Ihren Architekten überprüfen.
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  2. ohne Halter ist die Rinne am Ende schnell am Ende

    Achten Sie darauf, dass die Dachrinne im seitlichen Überstandsbereich immer durch einen Rinnenhalter gesichert wird. Steht die Rinne über eine längere Strecke frei, ermüdet das Material schnell und die Rinne biegt sich nach unten durch.

  3. ohne Schutz schnell verloren

    Achten Sie bei Anschlüssen aus Zink darauf, dass diese nicht mit Estrich, Beton, Mörtel in Kontakt kommen. Der anteilige Zement zerfrisst Ihnen das Zink. Daher sind Fliesen in Estrich verlegt keine gute Wahl bei Balknoen und Terrassen, bei denen mit Zink gearbeitet wurde. Bei minderwertigen Bitumenabdichtungen kann es ebenfalls zu einer Zerstörung des Zinks kommen, hier durch Bitumenkorrosion. Im Zeifel das Zink durch einen Anstrich schützen. Vorher aber entfetten oder anwittern lassen.

  4. Seitlicher Dachrinnenüberstand sichergestellt?

    Achten sie darauf, dass die Dachrinne an der Giebelseite weit genug übersteht, das heisst auf ablaufendes Wasser vom Ortgangsziegel (Dachrandabschlussziegel) nicht neben der Dachrinne abtropft, sondern in die Dachrinne abläuft.
    Über mehrere Jahre können sonst unschöne Tropfpunkte auf Fliesen und Pflaster am boden enstehen. Das gleiche gilt für Ortgangsabdeckungen die den Dachrand begrenzen, sprechen sie ihren Dachdecker auf Abweiser an.