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Fenster und Außentüren

Schwitzwasser im Fensterfalzraum bei KfW 40-Haus

24.11.2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben eine Anfrage an Fensterexperten, Bautischler, Glaser o.ä., die ins Thema der Anfrage 3744 fällt.
Wir haben 2008/2009 in Hamburg ein Einfamilienhaus in KFWA-40-Ausführung mit Fußbodenheizung und kontrollierter Be- und Entlüftung gebaut. Bei den Fenstern handelt es sich um Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung, Wärmeschutzverglasung WN 1,1 W/m2K nach DINA, umlaufender Elastomerdichtung im Falz und einer zweiten Dichtung innen am Flügelüberschlag. Der Aufbau der Fenster wird aus den beigefügten von mir bearbeiteten und neutralisierten Skizzen aus dem Herstellerprospekt ersichtlich. (Der Hersteller ist mit der Abbildung in neutralisierter Form einverstanden.) Der Blower-Door-Test ist mit einem Wert von n50 = 0,44 1/h sehr gut ausgefallen. Die kontrollierte Be- und Entlüftung wird in der Grundlüftung = Normaleinstellung (Stufe 2) so betrieben, dass innerhalb jeder Stunde 50 % der Raumluft komplett ausgetauscht werden. Das bedeutet, dass die Hälfte der feuchten und verbrauchten Raumluft in jeder Stunde abgezogen und durch frische Luft von außen ersetzt wird. Das dabei entstehende Kondenswasser wird kontinuierlich nach außen abgeleitet.
Eingezogen sind wir im Oktober 2009. Schon bald danach zeigte sich, als die Außentemperaturen gen Null Grad gingen und später darunter fielen, Schwitzwasser am Falz der Fenster, und zwar mehr oder weniger an allen Fenstern sowohl im Erdgeschoss wie auch im Dachgeschoss. Das Schwitzwasser schlug hauptsächlich an der Flügelanschlagdichtung im unteren Riegel des Fensterrahmens aus und bildete große Wassertropfen, die von der Dichtung aufs Holz des Fensterrahmens liefen und dort nicht wegtrockneten. Auf diese Weise stand ständig Wasser auf dem Holz im Falz des Fensterrahmens. Eine andere Variante war, dass das Wasser vom Fensterrahmen oben auf den Fensterflügel tropfte und dann im Falz des Fensterflügels liegen blieb. Eine dritte war, dass das Schwitzwasser vom unteren Riegel des Flügels der Terrassentür direkt auf den Parkettfußboden lief bzw. tropfte. Das Abwischen des Schwitzwassers brachte keine Besserung, weil es mindestens zweimal am Tag und in der Nacht erfolgen müsste. Die Falze blieben nie lange trocken. Bei starken Minustemperaturen außen gefror das Wasser gar zu einer Reifschicht, vergleichbar mit der eines Gefrierschrankes, der dringend abgetaut werden müsste. Vom Schwitzwasser an der Flügelanschlagdichtung habe ich Fotos gemacht, die ich zur Illustration beifüge.
In der jetzigen Heizperiode zeigte sich wiederum dasselbe Phänomen, als die Außentemperaturen dem Nullpunkt zugingen. Demnach scheint sich auch im zweiten Winter nichts geändert zu haben. Bemerkenswert ist insoweit, dass die Fenster offenbar unterschiedlich schnell betroffen sind. So sind z.B. umso mehr Fenster an den Falzen mit Tauwasser behaftet, je näher die Außentemperaturen dem Gefrierpunkt sind, ihn erreichen oder überschreiten. Bemerkenswert ist außerdem, dass bei einigen Fenstern bei geschlossenem Flügel trotz der umlaufenden Dichtung im Flügel ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Fensterflügel geschoben und hin und her bewegt werden kann, z.T. ohne jeglichen Widerstand. Das sind vornehmlich die Flügel mit der Dreh-/Kipp-Funktion, weniger die Stulpflügel. Doch auch bei den Stulpflügeln lässt sich teilweise ein Blatt Papier zwischen Fensterflügel und Rahmen schieben. Die Flügel mit der Dreh-/Kipp-Funktion scheinen auch diejenigen zu sein, die am schnellsten vom Schwitzwasser betroffen sind.
Am 29.1.2010 hat ein Parkettsachverständiger, der wegen einer anderen Sache im Hause war, im Wohnzimmer geringfügig über Parketthöhe einen Wert von 38 % relativer Luftfeuchtigkeit gemessen. Nach dessen Aussage wäre für das Parkett eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 % ideal. Wir haben im Wohnzimmer in ca. 1,30 m Höhe ein Hygrometer mit digitaler Anzeige aufgestellt und messen damit während der aktuellen Heizperiode Werte von um 40 % bis etwa rund 50 % schwankend, im Mittel etwa 45 % relative Luftfeuchtigkeit. Vor Beginn des Heizens hatten wir etwas höhere Werte, nämlich durchschnittlich um 50 % herum.
Wegen dieses Schwitzwassers bzw. wegen der Eisbildung im Falzraum während der kalten Jahreszeit befürchten wir einerseits Schimmelbildung im Falzraum, andererseits ein (früheres) Verrotten des Holzes von Fensterflügel und Fensterrahmen im Bereich der Falze, weil hier im Winter ständig Wasser auf dem Holz ist, das nicht schnell genug wegtrocknen kann. Soweit das Schwitzwasser auf unseren Parkettfußboden läuft oder tropft, müssen wir überdies um die Unversehrtheit unseres Parketts fürchten. Wir halten es für keinen Bauherrn für zumutbar, mehrmals täglich und nächtens sämtliche Falze und Dichtungen an Fenstern und Terrassen- bzw. Balkontüren und deren Rahmen umlaufend trocken zu wischen. Das würde in der kalten Jahreszeit einen Aufwand von mehreren Stunden täglich bedeuten.
Wir fragen uns daher, ob unsere Fenster und Balkon- bzw. Terrassentüren unter einem Konstruktionsfehler oder einem Ausführungsfehler leiden. Außerdem möchten wir gern (zumutbare) Möglichkeiten einer dauerhaften Abhilfe erfahren.
Der Fensterhersteller meint, die Bildung von Tauwasser im Falzraum sei konstruktionsbedingt, aber kein Konstruktionsmangel. Unser Feuchtigkeitsproblem sei vorübergehend. Nach zwei Heizperioden sei alles vorbei. Wenn die Baufeuchte aus dem Haus heraus sei, trete auch die Feuchtigkeit in den Fensterfalzen nicht mehr auf. Wenn doch, sei die Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen zu hoch. Dann müssten wir mithilfe unserer kontrollierten Be- und Entlüftung unser Haus trockener fahren. Einen Wert der erstrebenswerten relativen Luftfeuchte, bei dem kein Tauwasser im Falzraum auftritt, wollte er jedoch nicht nennen.
Unserer Architektin und uns leuchtet diese Argumentation nicht ein. Nach der vom Parkettsachverständigen einmalig mit 38 % und von uns laufend gemessenen relativen Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 45 % während der Heizperiode liegt unser Haus bereits im unteren Bereich der gesundheitlich empfohlenen relativen Luftfeuchte von 40 - 60 %. Sollte also Baufeuchtigkeit noch vorhanden sein, wirkt sich diese jedenfalls nicht in einer Luftfeuchte über dem gesundheitlich zuträglichen Maße aus. Dass die Raumluft in unserem Haus nicht übermäßig feucht ist, führen wir auf die kontrollierte Be- und Entlüftung zurück. Denn wir haben genau das in gesundheitlicher Hinsicht gewünschte Ergebnis: Die Raumluft bewegt sich in punkto Luftfeuchte im Rahmen der empfohlenen Werte. Wie soll sich also künftig etwas daran ändern? Oder umgekehrt: Sollte die relative Luftfeuchte zukünftig auf Dauer unter 40 % fallen, müssten wir um unserer Gesundheit willen und des Parkettfußbodens wegen für eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit sorgen. Wie würde sich das mit den Fenstern vertragen?
Unseres Erachtens liegt das Problem anderswo. Nachdem sich Blätter Papier an der umlaufenden Dichtung der Fensterflügel vorbei zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen schieben und hin und her bewegen lassen, bezweifeln wir, dass bei unseren Fenstern etc. tatsächlich zwei Dichtungen wirksam sind. Wenn die umlaufende Elastomerdichtung nicht eng genug anliegt, kann sie eben nicht wirken, soll heißen abdichten. Dann kann die warme Raumluft ungehindert in den Falzraum gelangen und dort kondensieren. Dann hätten wir faktisch nur eine wirksame Dichtung. Müssen also die Dichtungen überprüft und ggf. getauscht werden, damit es am Ende zwei funktionierende Dichtungen je Fenster etc. gibt?
Abschließend seien noch die heutigen Werte mitgeteilt: Bei einer Außentemperatur von 0,7 Grad C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 64 % beträgt die Innentemperatur in unserem Wohnzimmer 20,8 Grad C mit einer relativen Luftfeuchte von 40 % und an der Flügelanschlagdichtung hat sich Kondenswasser abgesetzt.
Was sagen die Experten?
Die Bauherren sagen: Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Meyer-Schulz

Name:

  • Meyer-Schulz
  1. Über diese Problematik......

    .....wurde hier im Forum schon häufig diskutiert. Suchen Sie mal unter dem Stichwort "Schimmelpilz im Fensterfalz", da müssten etliche Artikel erscheinen.
    Auffallend ist, dass es sich bei Ihrem Fenstersystem um ein System mit innerer Glashalte-Leiste handelt. An sich nicht schlecht, wenn jedoch die Glashalteleiste nicht dicht anliegt, kann die Luftfeuchtigkeit unter der Glashalteleisten, über die Dampfdrucköffnungen einen Weg in den Rahmenfalz finden.
    Diese Phänomen ist gar nicht so selten.
    Dabei kann Kondensat auch bei 35 % rel. Luftfeuchtigkeit entstehen.
    Unter dem unten stehenden Link finden Sie eine etwas ausführlichere Beschreibung Ihres Problems.
    mfg.
    Jürgen Sieber

  2. Mmmmh

    Was der Spezialist, Hr. Sieber, doch wieder schneller und dem ist tatsächlich kaum was hinzu zu fügen.
    Suchen Sie unten am Flügelrahmen mal die Dampfdruckausgleichsöffnungen für die Glaseinstandsfalz des Flügelrahmens. Diese Öffnungen liegen mit Sicherheit zwischen innerer und äußerer Dichtung. So kommt Raumluftfeuchte durch die raumseitigen Fugen der Glashalteleiste in die Glasfalz und von dort in den Falzraum zwischen Flügel- und Blendrahmen.
    Vermeiden lässt sich bei dieser Flügelrahmenkonstruktion eine solche Erscheinung nur durch die Verwendung entsprechender Dichtstoffe beim Einbau der Glashalteleisten.
    Was halten Sie davon Herr Sieber (eingeklebte/eingedichtete Glashalteleisten)???

  3. Die eingeklebten Glasleisten.....

    .....oder alternativ ein Klebeband zwischen Isolierglasrand und Glasfalzgrund sind die Lösung.
    Im Passiv-Hausbau werden die Fenster alle auf diese Weise abgedichtet. Immer mit Erfolg.
    Unser Problem ist, dass mittlerweile die meisten KfW40-Häuser nahezu Passivhaus-Standard erfüllen und deshalb eigentlich die Fenster dies auch tun sollten, damit "Waffengleichheit" in der Bauphysik herrscht.
    Bei den o.g. Problemen hatten wir immer Erfolg, wenn die innere Oberfläche des Fensters -einschließlich- Glashalteleiste konsequent abgedichtet wurden. Wichtig ist dabei auch, dass die Überschlagsdichtungen großvolumig sind und einen guten Anpressdruck bringen.
    mfg.
    Jürgen Sieber

  4. R.d.T.???

    ...und nun die schwierigste aller Fragen:
    Handelt es sich bei der Einklebung der Glashalteleisten um eine Regel der Technik (die man evtl. irgendwo nachlesen kann)?
    Handelt es sich dabei um den Stand der Technik?
    Ist die Einklebung/eindichtung der Glashalteleisten zur Vermeidung der Kondensschäden ein erwartbares Bausoll?
    Oder ist es einfach nur ein KANN, aber kein MUSS?
    Kann ja meines Eachtens kaum sein, dass die Entscheidung "dicht oder undicht" allein dem Fensterbauer überlassen wird. Schließlich handelt es sich hier um ein Detail, von welchem 99% der Bauherren keine Ahnung haben, sie werden es also nie als Sonderwunsch extra bestellen, weil sie gar nichts darüber wissen.

  5. Schwitzwasser - Was ist zu tun?

    29.11.2010
    Sehr geehrter Herr Sieber, sehr geehrter Herr Tilgner,
    vielen Dank für Ihre Beiträge!
    In der Tat hatte ich, wie auch eingangs meines Beitrages angedeutet, diverse Artikel zum Thema in diesem Forum gelesen. Insbesondere wegen Ihres Artikels, Herr Sieber, "Schimmelpilze im Fensterfalz", auf den Sie in Ihrer Antwort wiederum verweisen, hatte ich den Sachverhalt so ausführlich geschildert, weil ich hoffte, damit den Fachleuten eine möglichst sichere Beurteilungsgrundlage zu geben. Denn ich als Laie konnte und kann nicht beurteilen, ob Ihre Vorgaben aus Ihrem Artikel "Schimmelpilze im Fensterfalz" in unserem Fall eingehalten worden sind. Deshalb überhaupt meine Anfrage.
    Darf ich, nachdem nun mehrfach die Fachleute gesprochen haben, mein laienhaftes Verständnis der Dinge zusammenfassen und Sie korrigieren mich ggf.?
    Dass Schwitzwasser im Fensterfalz vorkommt, ist als Problem bekannt, muss jedoch vermieden werden, weil es zu Schimmel führt und auf Dauer das Holz des Fensters schädigt und den Beschlag korrodieren lässt. Es gilt also das Auftreten von Schwitzwasser im Fensterfalz zu verhindern.
    Das soll zum einen durch die richtige Konstruktion und entsprechende Ausführung des Fensters selbst erreicht werden. Richtig in diesem Sinne ist, wenn Warm und Kalt im Falz nicht zusammentreffen, d.h. genauer: Die warme Raumluft von innen trifft nicht direkt auf kalte Bauteile von außen, damit die in der warmen Raumluft enthaltene Feuchtigkeit nicht an den kalten Bauteilen kondensiert. Konstruktiv muss demnach eine Dichtung des Fensters vom Innern des Hauses aus die warme Raumluft drinnen halten und eine andere von außen die kalte Außenluft draußen lassen. Dazwischen befindet sich ein Luftpolster, das weder warm noch kalt ist. Benötigt werden also ZWEI VERSCHIEDENE DICHTUNGEN an der Fenster-/Rahmenausführung, die beide gleichermaßen WIRKSAM sein müssen.
    Zum anderen soll die Raumluft nicht zu feucht gehalten werden, was durch eine Lüftungsanlage zu erreichen ist.
    Der letzte Punkt Ihrer Empfehlung, nämlich die Lüftungsanlage, dürfte durch unsere kontrollierte Be- und Entlüftung erfüllt sein.
    Wie aber sieht es mit der von Ihnen empfohlenen zusätzlichen "inneren Überschlagdichtung" aus? Verstehe ich Sie richtig, dass unsere Fenster bzw. Terrassentüren etc. eine solche oder etwas Adäquates im Prinzip haben, soweit Sie das nach den Skizzen erkennen können? Könnte unser System also theoretisch funktionieren, d.h. Schwitzwasserbildung im Falzraum vermeiden, wenn alle Dichtungen denn funktionieren würden? Müssen also unsere Fenster etc. auf Sitz und Funktion aller Dichtungen überprüft und erforderlichenfalls die Dichtungen gerichtet oder erneuert werden? Denn bei uns wird ein Blatt Papier, das man von innen unter den geschlossenen Fensterflügel schiebt, gerade nicht von der umlaufenden Elastomerdichtung im Flügel gestoppt, sondern erst vom Falz des Fensterflügels. Zeigt das nicht gerade, dass die Dichtungen nicht oder nicht richtig funktionieren, weil sie nicht stramm genug anliegen? Das Blatt Papier lässt sich an manchen Stellen 3 cm weit hinein schieben.
    Zur genaueren Beschreibung habe ich in die Fensterskizze ein Beispiel der unerwünschten Wassertropfen und ein Blatt Papier gezeichnet, das bei geschlossenem Fenster zwischen Flügel und Rahmen geschoben ist. Dies zur Klarstellung, weil bei unseren Fenstern nach meinem Laienverständnis die Dichtung der Glashalteleisten gegenüber der - offenbar nicht funktionierenden - umlaufenden Dichtung des Fensterflügels von eher untergeordneter Bedeutung zu sein scheint. Zur weiteren Klarstellung merke ich an, dass unsere - zweifach verglasten - Kunststofffenster im Keller, welche mit zwei stramm sitzenden umlaufenden Dichtungen versehen sind, von Schwitzwasser im Falz nicht betroffen sind.
    Sie schreiben in Ihrem Artikel "Schimmelpilze im Fensterfalz", dass eine schnelle Reaktion wichtig ist. Was ist daher jetzt zu tun?
    Abschließend wieder die aktuellen Daten: Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit außen von 69 % und einer Außentemperatur von - 1,8 Grad C beträgt die relative Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer 36 % sowie die Temperatur 20,7 Grad C, und die Wassertropfen im Falzraum eines Wohnzimmerfensters sind so dick, dass sie von der Flügelanschlagdichtung auf das Holz des Rahmenfalzes laufen.
    Für Ihre weitere Mühe Danke sehr!
    Mit freundlichen Grüßen
    Meyer-Schulz

    Name:

    • Meyer-Schulz
  6. innen dichter als außen

    Das ist DIE Grundanforderung für mehrstufige Dichtungssytem auch im Bereich Fensterbau. Diese Grundanforderung gilt sowohl für die Montagefuge zwischen Baukörper und Fenster als auch für die Dichtungen zwischen Blend- und Flügelrahmen.
    Ihr Fenster erfüllt diese Anforderungen nicht. Lösung: eventuell verfügbare dickere Dichtungsprofile für die innere Dichtung, so dass diese fest anliegt und das Papier unbeweglich einklemmt.

  7. Wir haben genau das gleiche Problem

    Ich habe eine Frage an den Fragesteller:
    Haben Sie eine Lösung für das geschilderte Problem gefunden?
    Wir haben seit Spätsommer 2010 ebensolche Fenster in unserem Neubau (Einfamilienhaus) in Schleswig-Holstein und seit zwei Wintern exakt das gleiche Problem wie Sie. Wir besitzen keine automatische Be- und Entlüftung, dafür jedoch eine permanente Lüftung durch ein Zuluftrohr für den Grundofen. Je nach Fenster tritt die Kondensatbildung unterschiedlich stark auf. Bei Temperaturen knapp unter Null Grad beginnt die Frost-/Eisbildung auf der schwarzen Dichtung. Bei ca. - 5 °C bildet sich auch Kondensat auf den seitlichen Elementen (siehe Foto). Bei noch tieferen Temperaturen entsteht an den oberen Ecken des Fensterrahmens an der Alu-Vorsatzschale Raureif (siehe 3. Foto).
    Eine im Jahr 2011 durchgeführte Nachbesserung durch den Hersteller, die die Erhöhung des Anpressdrucks zum Ziel hatte, hat keine Besserung in Bezug auf das Kondensieren an der Dichtung gebracht. (Ein Stück Papier lässt sich bei uns nicht einfach zwischen Rahmen und Flügel schieben.) Das Rahmenholz ist an einigen Stellen bereits stark verfärbt/verschimmelt und teilweise schon gespalten, obwohl wir ständig die Fenster trocken wischen.
    Wir vermuten, dass die Dichtungen nicht das vorrangige Problem sind, sondern vielmehr die Regenablaufschiene aus Aluminium. Aluminium besitzt sehr gute Wärmeleiteigenschaften. Schaut man sich den Querschnitt an, so liegt die Vermutung nahe, dass die Aluminiumschiene die Kälte direkt in den Falzraum trägt. Die schwarze Dichtung stellt die einzige thermische Trennung zwischen der kalten Aluschiene und dem Fensterfalzraum dar. Somit liegt vermutlich der Taupunkt im Falzraum!? Was sagen die Experten zu unserer These? Wie könnte eine Lösung für dieses Problem aussehen? Gibt es zu der Aluschiene Alternativen? Wir sind für jeden Hinweis dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    M. Schröder

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