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Anschlussfinanzierung/ Bauspardarlehen/BHW18.08.08
Liebe Forumgemeinschaft,
ich würde gern ein Finanzierungskonzept zur Diskussion stellen und mich sehr über Eure/Ihre Hinweise oder Ratschläge freuen.
Vor 10 Jahren (09/1998) erfolgte der Hauskauf durch Kredit bei der BHW Bank von ca. 121.700 Euro. 10 Jahre wurde 572,- Euro an Zinsen und etwa 330,- in einen Bausparvertrag von der BHW Bausparkasse eingezahlt. Jetzt (zum 31.09) endet die Zinsbindung. Neues Angebot von der BHW Bausparkasse liegt vor: 1. Finanzierung über Bauspardarlehen in Höhe von 921,- Euro pro Monat - das wird finaziert über insgesamt 3 Bausparverträge mit Volumen von
I. 110.000 (Rate: 795,-),
II. 7.000 (Rate: 55,-) und
III. 5.000 (Rate: 71,- Laufzeit 4 Jahre)
Laufzeit 9 Jahre, 7 Monate, Zinsen 14.100 bei 3,75% - Voraussetzung: Tarifangleichung durch Dispo + wird in Dispo maxx umgewandelt + 1 Monat Zwischenfinanzierung, da erst per 1.11 Wahlzuteilung des Bausparers 2. Finanzierung über Bauspardarlehen aus jetzigem Bausparer in Höhe von 921,- Euro pro Monat
I. 106.000 (Rate: 721,-),
II. 7.000 (Rate: 55,-) und
III. 5.000 (Rate: 71,- Laufzeit 4 Jahre)
Laufzeit 9 Jahre, 11 Monate, Zinsen 18.100 bei 5,0%
3. Finanzierung über ein Hypothekendarlehen nach Tilgung der ursprünglichen Kreditsumme von 121.7000 um ca. 38.000 BAusparsummen monatliche Rate 900,-, Zinsaufwand 24.000, Laufzeit 10 JAhre bei 5,1%
Frage 1: Auf den ersten Blick sieht Variante 1 am günstigsten aus. Oder sehe ich etwas nicht und es steckt eine Verkäufer statt Berater Taktik dahinter, um durch neue Verträge: Dispo maxx, Provisionen zu erhalten? Zumal es auch Drängen von Seiten der BHW gab: 1. Zeitdruck, 2. BHW wird nicht auf ihren Rang der Grundschuld verzichten
Frage 2: Zweites Problem ist, das bei den derzeitigen Lebenshaltungskosten, die immer noch weiter steigen, eine Rate von 921 utopisch ist, viel zu hoch. Die BHW aber kein Finanzierungangebot mit längerer LAufzeit (natürlich inklusive höherer Gesamt-Zinsbelastung) vorlegen wollte.
Vielen Dank im voraus für jegliche Unterstützung. Herzliche Grüße, Anna
Name: Anna
NACHTRAG Anschlussfinanzierung/ Bauspardarlehen/BHW18.08.08
Ein kleiner Nachtrag warum das vor 10 Jahren angedachte FInanzierungskonzept nicht greift. Angedacht war: 10 Jahre hohe Rate (900,- Euro), 11 JAhre niedrige Rate (zweiten 10 JAhre ca. 650-700 Euro, 11. Jahr Restschuld ca. 125,- Euro).
Leider weist der Bausparer zum jetzigen Zeitpunkt nicht genügend Saldo auf und ist daher nicht 100% darstellbar (von 137.000 Volumen sind nur 106.000 darstellbar, ZUteilung erst nächstes JAhr). Durch den NEUEN Vertrag soll ZUteilung bereits 11.08 erfolgen und Volumen von 110.000 darstellbar.
Primärziel MEINER VORSTELLUNG der Anschlussfinanzierung ist ABER eine "machbare" monatliche Rate von 600-700 Euro. Wäre denn eine Finanzierungsvariante mit einem Annuitätendarlehen über den vollen Kreditbetrag mit einer anschließenden Sondertilung (nächstes JAhr Bausparvertrag ca. 38.000-40.000) nicht günstiger für mich? Kann man denn vielleicht auch "tricksen" im Sinne dass der Bausparvertrag geteilt wird, darüber zuteilungsfähig.... oder? Mir macht es wenig Sinn, dass die Zuteilung des neuen Vertrages ab 11.08 abrufbar ist, der alte Vertrag aber erst Mitte nächsten JAhres???
Vielen Dank.
2. Nachtrag18.08.08
Entschuldigung, beim zweiten Finanzkonzept (alter Vertrag) ist mir ein Fehler unterlaufen: monatliche Rate ist 847,- Euro, nicht 921,-
Nach intensiver Google-Recherche und Horrormeldungen über einen vorfinanzierten Bausparvertrag statt Hypothekendarlehen folgende Erkenntnis: Der springende Punk ist, ob sich jetzt überhaupt eine Inanspruchnahme des Bauspar-Darlehens lohnt. Im Internet kursieren Negativ-Schlafzeilen u.a. der Verbraucherzentrale über die Nachteile der vorfinanzierten BAusparverträge:
dass der billige Zinssatz für die Anschlussfinanzierung teuer erkauft wurde!! DAher möchte ich meine Frage noch einmal konkretisieren: komme ich aus dem scheinbar für mich ungüstigen Konzept Finanzierung durch BAusparer/Darlehen raus durch z. B. a) durch Umschuldung, b) Welcher Art oder ist es nach den 10 JAhren Tilgungslosigkeit für mich besser, den Weg mit BHW zu Ende zu gehen und den neuen Vertrag mit den günstigeren 3,7% statt bisher 5% ZInsen zu nehmen?
Anschlussfinanzierung19.08.08
Hallo,
besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Für einen korrekten Vergleich der beiden Varianten genügt es nicht, nur die einzelnen Zinssätze zu vergleichen. Man muß den tatsächlichen Effektivzins errechnen. Dieser beinhaltet alle Nebenkosten und Gebühren, die Verluste der Anspar- und Vorfinanzierungsphase und die Darlehensphase. Aber das ist eben typisch. Diesen tatsächlichen Effektivzins bekommt man als Kunde nicht genannt, denn dann würde niemand mehr ein solches Konstrukt abschließen.
Gehen Sie mal zur Homepage von Stiftung Warentest und suchen sich dem Rechner Bausparsofortfinanzierung, oder den anderen Bausparfinanzierungsrechnern. Damit können Sie den tatsächlichen Effektivzins errechnen. Aber nicht ärgern, wenn der bei 6 oder 7 % liegt.
Beste Grüße
Name: Bernd Munderhttp://www.baufinanzierung-bemu.de
Wie sieht das Ende mit Schrecken aus?19.08.08
Lieber Bernd Munder, vielen DAnk für Ihren Kommentar. Ich ahne bereits, was diese Finanzierungsart an Verlust gebracht hat. Primär geht es mir nicht darum, jetzt nachzurechnen, wie hoch genau der Verlust ist, sondern welche Möglichkeiten ich habe, jetzt noch dagegegen zu steuern. Also Sie schlagen ein Ende mit Schrecken vor: das würde bedeuten: raus aus der BHW, keine Inanspruchnahme des DArlehens. Wie aber könnte dieses Ende aussehen? Was sind die Alternativen? Denn die 1. Vertragsvariante sieht ja auf den ersten Blick für die Anschlussfinanzierung gut aus. Herzlichen Dank für Ihre Mühe und Unterstützung, Anna
Hallo, . bin kein Finanzierungsexperte, aber eine Lösung ...19.08.08
Hallo,
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bin kein Finanzierungsexperte, aber eine Lösung des Problems sieht doch einfach aus: Wenn man das Geld aus dem Bausparer nimmt, sind noch ca. 85.000 zu finanzieren. Ablösen des alten Kredits durch eine neues einfaches Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit und Zinsbindung z.B. von 15 Jahren. Das dürfte mit einer monatlichen Rate von ca. 700 EUR in dieser Zeit komplett getilgt werden können. Einfach mal selbst mit den üblichen Angebotsrechnern ausrechnen.
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Der Vorteil ist für mich: Es gibt Planungssicherheit und ist entgegen dem bisherigen Konstrukt durch und durch verständlich. Sie sehen ja selbst, wie weit Sie mit der komplizierten Bausparlösung gekommen sind. Die Versprechungen waren seinerzeit sicherlich andere und der Berater hat damals seine Provision erhalten.
Name: Herr Ste-297-Sün
Bausparvorfinanzierung vs. Annuitätendarlehen19.08.08
Lieber Herr Ste-297-Sün,
auch Ihnen vielen Dank für Ihren Rat: vor allem, Sie sprechen mir aus der Seele. Ich hatte nur so sehr gehofft, das neue Angebot der BHW wäre eine zu überdenkende Möglichkeit nach dem Motto: Ende gut alles gut. Davon muss ich mich wohl verabschieden. Mein Verkäufer/Berater hat von der Möglichkeit Annuitätendarlehen abgeraten. Argument: der Bausparer wird erst Mitte nächsten Jahres zuteilungsreif, daher muss ich die Zwischenfinanzierung bis dahin teuer bei einer Bank bezahlen + Sie werden NICHT auf ihren Rang im Grundbuch verzichten!
Ist denn jemand unter den Experten, der mir erklären kann, warum beim neuen BHW Vertrag Dispo Maxx eine Wahlzuteilung sofort möglich ist (ab November), beim alten Vertrag Dispo plus jedoch eine Zuteilung erst Mitte nächsten Jahres???
Abkauf der Zinsfestschreibung ist wichtig20.08.08
Sie wollen Ihre Ratenbelastung reduzieren. Dieses ist jedoch nur möglich, wenn Sie die Gesamtverbindlichkeiten in ein Annuitätendarlehen umwandeln. Wenn Sie Wert auf Zinssicherheit legen, haben Sie hier die Möglichkeit bis zu 15 Jahre, bzw. bis zu 20 Jahre oder gar 30 Jahre die Zinsen festzuschreiben.
Um Ihnen aber hier ein detailiertes Angebot zu erstellen, sind weitere Angaben nötig?
Verkehrswert des Hauses
Standort des Hauses
Ihre finanzielle Situation
auch sind noch einige Fragen zu klären:
Wann läuft die Zinsfestschreibung der einzelnen Darlehen ab?
Sind auch die "kleinen" Darlehen über das Grundbuch abgesichert?
Welche Kündigungsfrist besteht im Bausparvertrag?
Nur wenn alle Einzelheiten genau bekannt sind kann man prüfen welche Möglichkeiten in Ihrem Fall gegeben sind.
Hier ist es sicherlich besser wenn man diese Einzelheiten direkt abspricht, da es sich ja um sehr detailierte Daten handelt.
Name: Hans DittmerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.baufi-profi.info
Was verloren ist,20.08.08
ist verloren. Es hilft nichts, einer versäumten vermutlich günstigeren Finanzierung nachzutrauern. Es hilft aber auch nichts, wegen Negativschlagzeilen auf einen jetzt möglichen, teuer erkauften Zinsvorteil vorschnell zu verzichten. Ich kenne die BHW-Tarifvarianten und –Bedingungen nicht. Aber nach 10jähriger Ansparzeit müsste es doch möglich sein, aus dem vorhandenen Vertrag in überschaubarer Zeit ein Bauspardarlehen zu realisieren und mit Bausparguthaben + Bauspardarlehen das auslaufende Darlehen (oder den größten Teil davon) abzulösen. Weshalb sollen neue Bausparverträge abgeschlossen werden? Weshalb ist ein Tarifwechsel notwendig? Falls das Mindestbausparguthaben noch nicht erreicht ist, könnte man auch mit einer Reduzierung der Bausparsumme eine schnellere Zuteilung erreichen. Und wenn der Kapitaldienst für den Bausparvertrag zu hoch wird, gibt es Möglichkeiten der Tilgungsstreckung.
Also: nicht die Flinte gleich ins Korn werfen sondern ausloten, was man mit dem vorhandenen Vertrag am besten anfangen kann.
Name: Willy Mollhttp://www.moll-fb.de