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Gesundheitsrisiken auf dem Bau – 5 Tipps für mehr Sicherheit

Gesundheitsrisiken auf dem Bau – 5 Tipps für mehr Sicherheit

Gesundheitsrisiken auf dem Bau – 5 Tipps für mehr Sicherheit

Wer sich ein Eigenheim baut, die Wohnung saniert oder größere Renovierungsarbeiten durchführt, setzt sich markanten Gefahren aus. Nicht nur der Einsatz von Baumaschinen bringt Risiken mit sich. Auch fehlende Schutzkleidung und herumliegende Materialien begünstigen Unfälle und Verletzungen. Die folgenden Tipps für mehr Sicherheit erleichtern eine sinnvolle Baustellen-Gestaltung und den elementaren Gesundheitsschutz.

1. Schutzkleidung tragen

Ob und in welchem Maß das Tragen von Schutzkleidung notwendig ist, hängt individuell von den Baumaßnahmen ab. Wer mit schweren und gefährlichen Gegenständen wie Holzbalken, Sägen oder kompakten Metallplatten hantiert, sollte auf gute Sicherheitsschuhe nicht verzichten. Sie schützen den Fuß vor erheblichen Verletzungen. Dank einer integrierten Stahlkappe ist der Fuß beispielsweise bei herabfallenden Maschinen vor Quetschungen, Schnitten und Brüchen zuverlässig geschützt. Besonders vorteilhaft ist Schuhwerk mit durchtrittsicherer und rutschfester Sohle. Derartige Schuhe beugen gleichzeitig dem Ausrutschen und damit Unfällen vor. Auch das Eindringen von Fremdkörpern wie Nägeln in das Schuhinnere wird verhindert. Auf dem österreichischen Onlineshop des deutschen Markenherstellers für Arbeitsschutzprodukte Engelbert-Strauss wird ein vielfältiges Sortiment an Sicherheitsschuhen präsentiert. Darunter Ausführungen, welche über den Knöchel reichen und so ein Höchstmaß an Stabilität und Schutz bieten. Beim Kauf von Sicherheitsschuhen sollte auf atmungsaktive Materialien und eine optimale Passform geachtet werden, um von Laufkomfort zu profitieren.

Neben Schuhen sind es Handschuhe und Schutzbrillen , die bei zahlreichen Arbeiten am Bau nicht fehlen sollten. Während Handschuhe für sicheres Zupacken und guten Halt sorgen, verhindern Schutzbrillen das Eindringen von Kleinteilen in das Auge. Im schlimmsten Fall können Fremdkörper bei Schweißer-Arbeiten, Dämmarbeiten und vielen anderen Tätigkeiten das Augenlicht so stark schädigen, dass es zur Erblindung kommt. Die Auswirkungen sind keinesfalls zu unterschätzen. Aufgewirbelte Splitter, Holzspäne, Glasstücke und diverse andere Materialien können dem empfindlichen Augapfel in wenigen Augenblicken erhebliche Schäden zufügen. Eine Schutzbrille ist so konzipiert, dass Fremdkörper von ihrer Rahmenkonstruktion abprallen und nicht in die Nähe des Auges gelangen. Bei schweren Arbeiten an gefährlichen Kettensägen oder ähnlichem ist es sinnvoll Schutzhosen oder Schutzschürzen zu tragen. Schnittschutzhosen verfügen über einen speziellen Prallschutz. Derartige Hosen werden mit speziellen Materialien ausgerüstet, welche aufprallende Teilchen abwehren.

2. Keine Stolperfallen!

Eine häufige Unfallursache sind Stolperfallen . Material, Kabel und Maschinen stehen in Laufwegen und avancieren dort zum potenziellen Risiko. Der Sturz an sich, ist dabei oft nicht das schlimmste Problem. Die Gefahr besteht beim Aufprall mit dem Kopf oder andren Körperteilen auf Bausubstanzen und Gerätschaften. Deshalb müssen Stolperfallen konsequent vermieden werden. Laufwege sollten generell sicher und lücken- sowie wackelfrei gestaltet sein. Bauherren müssen freiwillige Helfer darauf hinweisen und auffordern, keine unnötigen Gegenstände in den Weg zu stellen.

3. Höhenunterschiede absichern

Wer baut, muss oft zwangsläufig in Höhen arbeiten. Eine entsprechende Absicherung ist hier Pflicht. Viele Unfälle und Verletzungen könnten mit gewissenhaft befestigten Geländern vermieden werden. Schließlich reicht eine Unachtsamkeit, ein falscher Schritt, um in die Tiefe zu stürzen. Jeder Bauherr trägt die Verantwortung für helfende Personen und hat dafür Sorge zu tragen, dass eine ausreichende Sicherung gegeben ist.

4. Richtig versichern

Selbst wenn alle Schutzvorkehrungen sorgfältig ergriffen wurden und das Gelände rundum gut geschützt ist, können Personen- und Sachschäden nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Passiert während der Bauphase etwas, ist der Bauherr verantwortlich. Um sich bezüglich Schadensansprüchen, die insbesondere bei Personenschäden schnell in die Millionen reichen können, angemessenen zu schützen, ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ein Muss. Die Versicherung ist vergleichsweise günstig erhältlich. Ein Abschluss vor Beginn der Bauphase ist dringend zu empfehlen. Weiterführende Informationen zur Bauherrenhaftpflichtversicherung wurden beim Online-Ratgeber der Telekom zusammengefasst.

5. Erste Hilfe leisten

Wenn sich jemand verletzt hat, ist schnelle Hilfe unverzichtbar. Die Grundlagen der Ersten Hilfe sind vielen leider nicht geläufig. Der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt viele Jahre oder gar Jahrzehnte zurück. Doch im Ernstfall kann das mangelnde Wissen zur Notfallversorgung über Leben und Tod entscheiden. Die stabile Seitenlage gehört zu den Grundlagen der Ersten Hilfe. Was bei einer bewusstlosen Person zu tun ist, zeigt das folgende Video eines DRK Kreisverbands.

Wer sich unsicher ist, sollte die Wiederholung des Kurses in Erwägung ziehen. Erste Hilfe Lehrgänge lassen sich beispielsweise über das Deutsche Rote Kreuz absolvieren.

Nicht nur das Eingreifen und das Leisten von Erster Hilfe ist zwingend erforderlich. Auch entsprechendes Verbandsmaterial muss griffbereit sein, um Wunden unverzüglich zu behandeln. Jeder, der sich auf der Baustelle aufhält, sollte wissen, wo sich das Erste Hilfe Material befindet, um im Notfall darauf zugreifen zu können und die Erstversorgung zu leisten. Weil auf Baustellen häufig kein Festnetzanschluss vorhanden ist, wäre ein Mobiltelefon ratsam. Kommt jemand ernsthaft zu schaden, kann ohne Zeitverlust der Notdienst alarmiert werden.